Kennblätter

Hydrochemie (Stand: 03.07.2015 )

1 - Allgemeines

In diesem Kapitel werden das Kennblatt-Thema als auch die zuständigen Institutionen und Fach-Arbeitsgruppen bzw. Expertenkreise benannt.

1.1 Themenbereich

Chemisches Monitoring - Hydrochemie (Nährstoffe)

1.2 Definition

Zu den Nährstoffen zählen sowohl die im Wasser löslichen Nährsalze als auch die organischen und partikulären Phosphor- und Stickstoffverbindungen. Im Rahmen des Nährstoffmonitorings werden neben den Nährstoffen die Wassertemperatur, der Salzgehalt, die Sauerstoffkonzentration im Meerwasser und die Sichttiefe (Secchi) als auch die Parameter zur Bewertung der Versauerung des Meeres (pH-Werte; pCO2, Alkalinität) erfasst. Zur Erfassung der organischen Belastung werden die gelösten und partikulären Kohlenstoffgehalte bestimmt.

 

 

1.3 Zuständige Behörde(n)

Bund/Länder* verantwortliche   Behörden
Bund BSH , BfG
Hamburg BUE HH
Mecklenburg-Vorpommern LUNG MV
Niedersachsen NLWKN
Schleswig-Holstein LLUR SH
Flußgebietsgemeinschaften FGG Ems , FGG Elbe , FGG Weser
Sonstige IOW

* An der gemeinschaftlichen, föderalen Umsetzung der Aufgaben des Meeresschutzes sind folgende Ministerien von Bund und Küstenländern beteiligt:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen (SKUMS HB)
  • Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg (BUE HH)
  • Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern (LU MV)
  • Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU NI)
  • Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND SH)

1.4 Arbeitsgruppe

Fach-Arbeitsgruppe Eutrophierung, Nährstoffe und Plankton (Fach-AG EuNäP)
Fach-Arbeitsgruppe Hydrographie, Hydrologie und Morphologie (Fach-AG HyMo)

2 - Überwachungsanforderungen, Umweltziele und Gefährdungen

Im Rahmen der Meeresumweltüberwachung sind die bestehenden Anforderungen von EU-Richtlinien, regionalen Abkommen und rechtlichen Vorgaben (nationale und länderspezifische Gesetzgebung) zu berücksichtigen. Neben allgemeinen Anforderungen (Kap. 2.1) gelten themenbezogen spezifische Mindestanforderungen (Kap. 2.2) an das Monitoring. Es erfolgt eine Zuordnung zum räumlichen Geltungsbereich der Richtlinien sowie zu den übergeordneten nationalen Umweltzielen. Störungen und Beeinflussungen werden unter Gefährdung (Kap. 2.3) benannt.

2.1 Allgemeine Anforderungen und rechtliche Vorgaben

MSRL

Die Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Meeresumwelt (Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, MSRL) bildet die Umweltsäule der EU-Meerespolitik und erstellt eine thematische Strategie für den Schutz und die Erhaltung der europäischen Meeresumwelt. Ziel ist es, saubere, gesunde und produktive Meere und deren biologische Vielfalt langfristig zu bewahren bzw., wo durchführbar und nötig, wieder herzustellen.

Die MSRL trat 2008 in Kraft und gibt den Rahmen vor, in dem die Mitgliedstaaten die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um bis 2020 einen guten Zustand der Meeresumwelt zu erreichen oder zu erhalten. Eine Verschlechterung des Zustandes ist zu verhindern. Die sechsjährigen Managementzyklen der MSRL umfassen folgende Schritte:

  • Erfassung des aktuellen Zustands der Meeresgewässer nach Art. 8 MSRL
  • Beschreibung des guten Umweltzustands (Good Environmental Status, GES) nach Art. 9 MSRL
  • Festlegung von Umweltzielen zur Erreichung des GES nach Art. 10 MSRL
  • Erstellung von Überwachungsprogrammen nach Art. 11 MSRL
  • Erstellung von Maßnahmenprogrammen nach Art. 13 MSRL

Verpflichtungen aus anderen internationalen, regionalen und EU-Regelungen sind zu berücksichtigen. Das Monitoring gemäß Art. 11 MSRL erfolgt entsprechend einer eigenen Systematik. Die Monitoringstrategien und -programme sind Berichtsebenen, die ein vergleichbares EU-weites Reporting gewährleisten sollen, während die Messprogramme die eigentlichen Mess- und Beobachtungsaktivitäten beinhalten.

 

FFH-RL

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz: FFH-Richtlinie) hat zum Ziel, wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen. Sie bildet die Grundlage für das Schutzgebietssystem „Natura 2000“.

Die Vernetzung von Lebensräumen dient der Bewahrung, (Wieder-)Herstellung und Entwicklung ökologischer Wechselbeziehungen sowie der Förderung natürlicher Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse.

In Deutschland wird die FFH-RL durch das Bundesnaturschutzgesetz und das Wasserhaushaltsgesetz sowie durch entsprechende Landesgesetze in ihrer jeweils geltenden Fassung umgesetzt. Sie trat bereits 1992 in Kraft und liegt seit 2007 in konsolidierter Form vor und enthält die folgenden Anhänge:

  • Anhang I: Lebensraumtypen zur Berücksichtigung im Schutzgebietsnetz NATURA 2000
  • Anhang II: Arten zur Berücksichtigung im Schutzgebietsnetz NATURA 2000
  • Anhang III: Kriterien zur Auswahl von Schutzgebieten
  • Anhang IV: Streng zu schützende Tier- und Pflanzenarten
  • Anhang V: durch Entnahme gefährdete Arten
  • Anhang VI: Verbotene Methoden und Mittel des Fangs, der Tötung und der Beförderung

Zur Überprüfung von ergriffenen Schutzmaßnahmen und des Erhaltungszustandes ist nach Art. 11 ein Monitoring aller Arten und Lebensräume von europäischem Interesse gemäß den Anhängen I, II, IV und V durchzuführen.

 

WRRL

Die Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik (Wasserrahmenrichtlinie, WRRL) trat im Jahr 2000 in Kraft und bündelt vielzählige Einzelrichtlinien des Wasserrechts. Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist der gute chemische Zustand und gute ökologische Zustand bzw. Potential der Gewässer, ein Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot für den Gewässerzustand, nachhaltige Wassernutzung und Schutz der Wasserressourcen sowie Schutz vor Überschwemmungen und Dürren.

Die WRRL wird in Deutschland durch das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und die Wassergesetze der Länder sowie die Oberflächengewässerverordnung (OGewV) und die Grundwasserverordnung (GrwV) umgesetzt. Die Richtlinie gilt u.a. für die Oberflächengewässer einschließlich der Übergangs- und Küstengewässer.

Das Ziel zur Erreichung des guten ökologischen Zustandes bis 2027 wird in drei Bewirtschaftungszyklen mithilfe von Maßnahmenprogrammen und Bewirtschaftungsplänen umgesetzt. Durch die Gewässerüberwachung und -bewertung werden die umgesetzten Maßnahmen überprüft.

Bei den Überwachungsprogrammen der Oberflächengewässer nach Anhang V WRRL wird unterschieden in Programme zur „überblicksweisen Überwachung", zur „operativen Überwachung" und zur „Überwachung zu Ermittlungszwecken" (siehe z.B. Überwachungsprogramme Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern).

Nitrat-RL

Die Richtlinie zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen (Richtlinie 91/676/EWG; kurz: Nitratrichtlinie) trat 1991 in Kraft. Ziel der Richtlinie ist es, die Verunreinigung von Oberflächengewässern und Grundwasser durch Nitrat aus der Landwirtschaft vor allem durch Düngung zu verringern bzw. vorzubeugen.

Die Nitratrichtlinie formuliert folgende Aufgaben, die im Zusammenhang mit der Überwachung und der Berichterstattung stehen:

  • Aufstellung und Durchführung geeigneter Überwachungsprogramme, um die Wirksamkeit der Aktionsprogramme zu überprüfen
  • Messung der Nitratkonzentration im Süßwasser (Oberflächengewässer und Grundwasser)
  • Überprüfung des Zustands der Binnen-, Mündungs- und Küstengewässer unter dem Gesichtspunkt der Eutrophierung

In der geltenden Fassung wird die Nitratrichtlinie in Deutschland durch die Düngeverordnung (DüV 2017) und durch die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV 2017) umgesetzt.

HELCOM

In der geltenden Fassung legt das zwischenstaatliche Helsinki-Übereinkommen die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit der neun Ostseeanrainerstaaten und der EU bei der Vermeidung bzw. Bewältigung der Verschmutzung der Ostsee und der Erhaltung und Wiederherstellung ihres ökologischen Gleichgewichts fest. Die Vertragsstaaten kooperieren über die Helsinki-Kommission (HELCOM) auf den Gebieten Monitoring, Bewertung, Maßnahmen und Forschung zu den Themen: Biodiversität und Ökosysteme, Landwirtschaft, Fischerei, Schutzgebiete, Abfälle und Lärm, Stoffeinträge, Raumplanung und Schifffahrt. Im Rahmen des Übereinkommens können Empfehlungen und andere Vereinbarungen verabschiedet werden, zu deren Umsetzung sich die Vertragsstaaten verpflichten.

Baltic Sea Action Plan

Der HELCOM-Ostsee-Aktionsplan (HELCOM Baltic Sea Action Plan, BSAP) wurde 2007 von den Umweltministern der Ostseeanliegerstaaten verabschiedet. Ein konkreter Katalog benennt Maßnahmen, Verantwortliche und Zeithorizonte, um bis 2021 einen guten ökologischen Zustand der Ostsee zu erreichen.

Die vier thematischen Bereiche Eutrophierung, Biodiversität, gefährliche Stoffe und maritime Aktivitäten spiegeln die wesentlichen Belastungen/Belastungsquellen des Ökosystems Ostsee wider. Bis 2021 ist eine Überarbeitung des BSAP vorgesehen.

HELCOM Monitoring Manual

Die "HELCOM Monitoring und Assessment Strategy" wurde 2013 überarbeitet, um die Anforderungen des BSAP und der MSRL erfüllen zu können. Ab 2016 werden die bestehenden HELCOM manuals und HELCOM guidelines im Monitoring-Handbuch (HELCOM Monitoring Manual) zusammengefasst.

OSPAR

In der geltenden Fassung legt das OSPAR-Übereinkommen die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit der Anrainerstaaten und der EU bei der Vermeidung bzw. Bewältigung der Verschmutzung des Nordostatlantiks und der Erhaltung und Wiederherstellung der Meeresökosysteme fest. Die 15 Vertragsstaaten kooperieren über die OSPAR-Kommission auf den Gebieten Monitoring, Bewertung, Maßnahmen und Forschung zu den Bereichen Biodiversität und Ökosysteme, menschliche Aktivitäten, Schadstoffe und Eutrophierung, Offshore-Industrie, radioaktive Substanzen und bei Querschnittsthemen. Im Rahmen des Übereinkommens können Empfehlungen, rechtsverbindliche Beschlüsse und andere Vereinbarungen verabschiedet werden, zu deren Umsetzung sich die Vertragsstaaten verpflichten.

OSPARs JAMP (Joint Assessment and Monitoring Programme) beschreibt die Überwachungs-Strategie, Themen und Produkte zu Monitoring und Überwachung, die für die OSPAR-Mitgliedstaaten festgelegt sind. Die überarbeitete Version gilt für 2014-2023.

OSPARs CEMP (Coordinated Environmental Monitoring Programme) zielt auf die Erfassung vergleichbarer Daten der OSPAR-Meeresregion ab, um diese zur Bewertung verschiedener Themenbereiche nach JAMP nutzen zu können. Die CEMP-Guidelines enthalten Vorgaben zu vereinbarten Überwachungs- und Bewertungsmethoden. Einige der bestehenden Guidelines befinden sich in Überarbeitung bzw. Überprüfung.

TWSC

Die Trilaterale Wattenmeerzusammenarbeit zum Schutz des Wattenmeeres (Trilateral Wadden Sea Cooperation, TWSC) basiert auf der gemeinsamen Erklärung der Umweltminister aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden, welche 1982 unterzeichnet und im Jahr 2010 aktualisiert wurde (Joint Declaration on the Protection of the Wadden Sea). Die grenzüberschreitende, ökosystembasierte Kooperation war Grundvoraussetzung für die Anerkennung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe nach der Welterbekonvention.

Die drei Anrainerstaaten des Wattenmeeres kooperieren u.a. auf den Gebieten Monitoring, Bewertung, Maßnahmen, Forschung und Umweltbildung. Ziel ist es, ein weitgehend natürliches und ungestörtes Ökosystem Wattenmeer zu erhalten. Neben der Gewährleistung des Küstenschutzes wird der Dialog mit allen Nutzern und Interessengruppen gepflegt und gefördert.

Eckpunkte für ein gemeinsames Management, welches sowohl gemeinsam als auch eigenverantwortlich umgesetzt wird, sind im Wattenmeerplan 2010 enthalten.  

Für eine Bewertung der Umsetzung und des Erfolges von ergriffenen Maßnahmen wird das Trilaterale Monitoring- und Bewertungsprogramm (Trilateral Monitoring and Assessment Program, TMAP) durchgeführt. Basierend auf dem TMAP werden regelmäßig Berichte über den aktuellen ökologischen Zustand des Wattenmeeres (Quality Status Report, QSR) erstellt. Darin werden Zustandsänderungen und mögliche Ursachen benannt sowie Maßnahmen inkl. Wirksamkeitsanalyse angegeben.

OGewV

Die Verordnung zum Schutz der Oberflächengewässer (Oberflächengewässerverordnung -OGewV) dient der bundesweiten Regelung eines einheitlichen Schutzniveaus für die Oberflächengewässer (einschließlich der Übergangs- und Küstengewässer) in Deutschland und beschreibt u.a. die Typisierung von Oberflächengewässern, Anforderungen an den chemischen und ökologischen Zustand bzw. das ökologische Potenzial, Maßgaben zur Durchführung der Bestandsaufnahme und Überwachung der Gewässer. Weiterhin enthält sie Vorgaben zur Bewirtschaftung von Oberflächengewässern und wirtschaftlichen Analysen von Wassernutzungen.

Mit Novellierung der OGewV wurden 2016 u.a. die Anforderungen an den guten ökologischen Zustand für die biologischen und allgemeinen chemisch-physikalischen Qualitätskomponenten EU-weit angeglichen sowie die Liste der Prioritären Stoffe und Flussgebietsspezifischen Schadstoffe aktualisiert und Umweltqualitätsnormen neu festgelegt.

xyz

2.2 Spezifische Anforderungen und Umweltziele

Räumliche Zuordnung der Richtlinien

AWZ 12-sm-Zone Küstengewässer 1) Übergangsgewässer
MSRL x x x -
FFH-RL x x x x
WRRL - - x x
Nitrat-RL x x x x
HELCOM x x x -
OSPAR x x x x
TWSC - - x x
OGewV - - x x

1) bei WRRL: Basislinie plus eine Seemeile

MSRL

MSRL - Artikel 11 (Überwachungsprogramme)

"Die Mitgliedstaaten erstellen auf der Grundlage der nach Artikel 8 Absatz 1 vorgenommenen Anfangsbewertung unter Bezugnahme auf die gemäß Artikel 10 festgelegten Umweltziele und gestützt auf die indikativen Listen in Anhang III sowie auf die Liste in Anhang V koordinierte Überwachungsprogramme für die laufende Bewertung des Umweltzustands ihrer Meeresgewässer und führen sie durch."

Anhang III, Tabelle 1

Zur Beschreibung der Ökosysteme werden im Anhang III MSRL, Tabelle 1 „Struktur, Funktionen und Prozesse von Meeresökosystemen von besonderer Relevanz“ aufgeführt. Die Nährstoffe werden unter den chemischen Merkmalen der Struktur, Funktionen und Prozesse der Ökosysteme aufgeführt (s. den folgenden Auszug, Stand Mai 2017):

 

Komponente

Ökosystembestandteile

Mögliche Parameter und Merkmale (Anmerkung 1)

Relevante qualitative Deskriptoren gemäß Anhang I
(Anmerkungen 2 und 3)

Ökosysteme, einschließlich Nahrungs-netze

Struktur, Funktionen und Prozesse der Ökosysteme, einschließlich:

- physikalische und hydrologische Merkmale

-  chemische Merkmale

-  biologische Merkmale

-  Funktionen und Prozesse

Räumliche und zeitliche Veränderungen:

- Temperatur und Eis

- Hydrologie (Wellen- und Strömungsregime; Auftrieb, Vermischung, Verweildauer, Süßwasserzufluss; Meeresspiegel) — Bathymetrie

- Trübung (Schwebstoff-/Sedimentfrachten), Lichtdurchlässigkeit, Schall

- Substrat und Morphologie des Meeresbodens

- Salinität, Nährstoffe (N, P), organischer Kohlenstoff, gelöste Gase (pCO2, O2) und pH-Wert

- Interaktion zwischen Biotopen und Arten von Seevögeln, marinen Säugetieren, Reptilien, Fischen und Kopffüßern

pelagisch-benthische Struktur

- Produktivität

(1); (4)

 

Diese aus dem entsprechenden Überwachungsprogramm erhaltenen Informationen fließen in die Bewertung des Umweltzustandes ein, wobei die in Anhang I aufgeführten qualitativen Deskriptoren zugrunde zu legen sind. Die Nährstoffkonzentrationen sind dabei maßgeblich für die Bewertung des Deskriptors „Eutrophierung (D5)“ und das MSRL Umweltziel 1 (UZ1) „Meere ohne Beeinträchtigung durch Eutrophierung“.

FFH-RL

Artikel 11

Die Mitgliedstaaten überwachen den Erhaltungszustand der in Artikel 2 genannten Arten und Lebensräume, wobei sie die prioritären natürlichen Lebensraumtypen und die prioritären Arten besonders berücksichtigen.

Berücksichtigung von Nährstoffeinträgen bei der Bewertung der Beeinträchtigungen von Lebensräumen. Siehe Bewertungsschemata für die LRT.

WRRL

Anhang V Abschnitt 1.2.3 und 1.2.4 Abschnitt Allgemeine Bedingungen

"Die Nährstoffkonzentrationen liegen nicht über den Werten, bei denen die Funktionsfähigkeit des Ökosystems und die Einhaltung der oben beschriebenen Werte für die biologischen Qualitätskomponenten gewährleistet sind.

Artikel 8, Absatz 1

Gemäß der WRRL ist im ökologisch zu bewertenden Küstengewässer der Nährstoffzustand als Bestandteil der physikalisch-chemischen Qualitätskomponente alle 3 Monate zu überwachen. Erforderliche Parameter sind Gesamt-Stickstoff, Gesamt-Phosphor, NO3 und PO4. Siehe auch Annex V 1.3.4.

HELCOM

Ökologische Qualitätsziele:

Nährstoffkonzentrationen nahe den natürlichen Bedingungen.

HELCOM - COMBINE

Im HELCOM COMBINE Manual (Cooperative Monitoring in the Baltic Sea Environment) werden seit 1992 die Monitoringmethoden der Mitgliedsstaaten zusammenfasst und geregelt (HELCOM COMBINE Manual). Alle überarbeiteten Guidelines sind einzeln auf der HELCOM-Webseite verfügbar: HELCOM Monitoring Guidelines.

Anhang C2 - Hydrographische und hydrochemische Parameter:

Diese Anleitung unterstützt die Ziele des HELCOM-Monitoring-Programms. Folgende Parameter müssen verpflichtend gemessen werden (Core variables ):

Hydrochemie:

  • Nährstoffe: Phosphat, Gesamt-Phosphor, Ammonium, Nitrat, Nitrit, Gesamt-Stickstoff, Silikat

Begleitparameter:

  • Temperatur
  • Salzgehalt
  • pH-Wert
  • Secchi-Tiefe
  • Sauerstoff
  • Schwefelwasserstoff

2017 wurde der Anhang C-2 teilweise durch neue Richtlinien für Nährstoffe (Nitrit, Nitrat, Ammonium, Phosphat, Gesamtstickstoff, Gesamtphosphor, Silikat), Secchi-Tiefe, Schwefelwasserstoff, pH-Wert und Gesamtalkalinität) ersetzt. Verlinkungen zu den neuen Richtlinien finden sich im COMBINE Manual in Anhang C-2.

Im HELCOM Monitoring Manual werden die Themen dieses Kennblattes unter dem folgenden Programmpunkt (programme topic) betrachtet: Hydrochemistry

 

Im HELCOM Monitoring Manual werden die Themen dieses Kennblattes unter dem folgenden Programmpunkt (programme topic) betrachtet: Hydrochemistry

OSPAR

Eutrophication strategy:

In Übereinstimmung mit den allgemeinen Zielen von OSPAR soll die Eutrophierung verhindert und bis 2020 eine gesunde Meeresumwelt erreicht und erhalten werden, in der keine Eutrophierung mehr auftritt. Im Rahmen der Überarbeitung der Nordostatlantikstrategie (NEAES 2020-2030) werden auch die operativen Ziele zur Eutrophierung aktualisiert und ergänzt.

Winterkonzentrationen an gelöstem anorganischem Stickstoff und/oder Phosphor sollten die salinitäts-spezifischen natürlichen Hintergrundwerte um höchstens 50 % überschreiten. Alle Bereiche der Nordsee sollten bis 2020 im Hinblick auf die Eutrophierung als Nicht-Problem-Gebiet gelten.

Common Procedure

Allgemeines Verfahren (Common Procedure; ) für die Bestimmung des Eutrophierungszustandes der OSPAR-Meeresregion. Eine grundlegende Überarbeitung der Common Procedure wird bis 2021 stattfinden und entsprechend in den kommenden Bewertungszyklen angewendet.

Die Überwachung des Eutrophierungszustandes des OSPAR-Gebietes erfolgt:

"Problem areas"
jedes Jahr
"Non problem areas" alle drei Jahre

Zukünftig wird die Einteilung des Eutrophierungszustands in Problemgebiete und Nicht-Problemgebiete vorgenommen. Potenzielle Problemgebiete wird es nicht mehr geben. Gebiete, in denen eine geringe Konfidenz ermittelt wurde aufgrund von nicht ausreichend verfügbaren Daten, sollten wie Problemgebiete behandelt werden, in denen eine jährliche Überwachung erforderlich ist.

Folgende Parameter werden verpflichtend gemessen:

Hydrochemie:

  • Nährstoffe: Phosphat, Gesamt-Phosphor, Ammonium, Nitrat, Nitrit, Gesamt-Stickstoff, Silikat
  • Sauerstoffsättigung (siehe Hydrographie)

Begleitparameter:

  • pH-Wert
  • Temperatur
  • Salzgehalt
  • Secchi-Tiefe

 

CEMP

Die OSPAR-Richtlinien des Coordinated Environmental Monitoring Programme (CEMP) wurden früher als JAMP-Richtlinien bezeichnet. Viele der bestehenden JAMP-Richtlinien stehen zur Überprüfung an. Bis diese Überprüfung abgeschlossen ist, werden sie weiterhin als JAMP-Guidelines bezeichnet. Über den folgenden Link können die aktuellsten Versionen der OSPAR Guidelines eingesehen werden, die im Rahmen von CEMP gelten: OSPAR CEMP Guidelines

Für das koordinierte Monitoring zur Eutrophierung und den Einträgen über die Flüsse sowie atmosphärischen Einträgen liegt eine CEMP-Guideline vor, die 2016 überarbeitet wurde (CEMP Eutrophication, RID Agreement 2016-05).

 

JAMP-RID-Messprogramm

Im Rahmen des Joint Assessment and Monitoring Programme (JAMP) liegt eine vereinbarte JAMP-Richtlinie für Nährstoffe vor: JAMP Eutrophication Monitoring Guideline: Nutrients (Agreement 2013-04).

Untersuchungen zu Einträgen über die Flüsse und direkte Einleitungen sind im Riverine inputs and direct discharges Programme (RID) festgelegt. Die Vereinbarungen der OSPAR-Vertragsstaaten sind dem Programm von 2015 zu entnehmen (RID Programme Agreement 2014-04), siehe auch Kennblatt zu Nährstoffeinträgen.

 

TWSC

Trilateral Monitoring and Assessment Programme (TMAP)

Wattenmeerplan (Stade-Deklaration 1997, Revision 2010)

Im TMAP werden die Monitoringaktivitäten von den Niederlanden, Dänemark und Deuschland für das Wattenmeergebiet gebündelt.

Die Überwachung der Nährstoffe erfolgt gemäß den Vorgaben von OSPAR und der WRRL, siehe  Tabelle 3 des Wattenmeerplans 2010.

 

 

OGewV

Die Verordnung dient der Umsetzung folgender Richtlinien: 2000/60/EG (WRRL), 2008/105/EG (UQN-RL), 2009/90/EG (Technische Spezifikationen-RL) und der Kommissionsentscheidung 2008/915/EG (Festlegung der Werte für die Einstufungen des Überwachungssystems des jeweiligen Mitgliedstaats als Ergebnis der Interkalibrierungen gemäß Richtlinie 2000/60/EG).

In Anlage 4 der OGewV werden in Tabelle 4 (Übergangsgewässer) und Tabelle 5 (Küstengewässer) Bestimmungen für den sehr guten, guten und mäßigen ökologischen Zustand für die einzelnen biologischen Qualitätskomponenten genannt.

Die für jeden Parameter erforderliche Überwachungsfrequenz wird von den Mitgliedstaaten so festgelegt, dass für eine zuverlässige Bewertung des Zustands der relevanten Qualitätskomponente ausreichende Daten beschafft werden.

2.3 Gefährdung

Der Eintrag von Nährstoffen erfolgt hauptsächlich über die Flüsse und die Atmosphäre und über Ferneinträge aus anderen Meeresgebieten.

 

3 - Messkonzept

In Kapitel 3 wird die Überwachung aller Meeres-, Küsten- und Übergangsgewässer entsprechend den Anforderungen nach u.a. MSRL, WRRL, FFH-RL, VRL, OSPAR, HELCOM und TWSC dargestellt. Die Beschreibung des Messkonzepts enthält die Messparameter mit Methoden und Standards zur Datenerhebung, die räumliche und zeitliche Auflösung des Messnetzes und Angaben zur Datenhaltung bzw. –verfügbarkeit.

Die nationalen Messprogramme (Kapitel 3.2) bilden im Sinne eines Baukastensystems die kleinste Einheit in der Meeresumweltüberwachung und beschreiben das Wer - wie - was - wo - und - wann. Die Messprogramme können unterschiedlichen Überwachungsanforderungen dienen. So bedient z.B. das Wasser-Messprogramm für Schadstoffe in der Ostsee sowohl die Monitoringanforderungen nach HELCOM als auch der MSRL.

Aufbauend auf diesen nationalen Messprogrammen folgt das MSRL-Monitoring einer eigenen Struktur mit Monitoringstrategien (in der 1. Berichtsperiode: Monitoringprogramme) und Monitoringprogrammen (in der 1. Berichtsperiode: Subprogramme). Die Monitoringstrategien und Monitoringprogramme sind dabei Berichtsebenen, die eine vergleichbare EU-weite Berichtserstattung gewährleiten sollen.

3.1 Beschreibung des Messnetzes

Nord- und Ostsee sind durch den Einfluss von Gezeiten (Nordsee) und Wind (Nord- und Ostsee) sehr dynamische Gewässer. Die einzelnen Wasserkörper sind zwar unterscheidbar, verlagern aber ihre Position in gewissen Grenzen und stehen in (kontinuierlichem) Austausch untereinander. Um dieser hohen Variabilität Rechnung zu tragen, ist ein relativ enges Messnetz erforderlich.


Nordsee

Messende Einrichtung

Stationsanzahl

Frequenz

Parameter

Tiefen

Beginn

Bemerkungen

BSH

41

3x / Jahr

Nitrit+Nitrat, Ammonium, Phosphat, Silikat, TP und TN

5m, Boden

1978

 

NLWKN

17

 

 

7

 

4x / Jahr

 

 

s. Bemerkungen

Nitrit+Nitrat, Ammonium, ortho-Phosphat, Silikat, DOC, TP und TN, an den 17 Hubschrauber-Meßstellen auch Spurenmetalle

Oberfläche

z.T. bereits seit 1982

 

küstennahes Transekt Ems bis Elbe (4 Stationen) seit 1988.

Norderney seit 1985

Wilhelmshaven seit 1994

die 7 weiteren (Phytoplankton-) Stationen: 1 Station ganzjährig wöchentlich; 2 Stationen ganzjährig zweiwöchentlich; 4 Stationen monatlich März bis September

LLUR

18

13x/Jahr

Nitrat, Nitrit, Ammonium, Silikat, Phosphat, TN, TP (beides in filtrierter und unfiltrierter Probe)

 

Oberfläche (1m), 3x / Jahr 1m über dem Boden (an Stationen > 12m Wassertiefe)

Für einige Stationen liegen bereits Daten seit 1976 vor.

Intensivmessstation „Helgoland Reede“: Beprobung 14-tägig (AWI);

An jeder Station: CTD Vertikalprofile (Wassertemperatur, Salzgehalt, Sauerstoffgehalt und pH-Wert)

 

 

Ostsee

Messende Einrichtung

Stationsanzahl

Frequenz

Parameter

Tiefen

Beginn

Bemerkungen

IOW

20 (+ 4)

5x/Jahr (1x/Jahr)

Nitrat+Nitrit, Nitrit, Silikat, Phosphat,

6 Stationen: Ammonium, PON, POC, TP, TN

Ofl, 10m, 20m, Boden

1978

 

gelöste Nährstoffe an einigen Stationen bereits seit Anfang der 1970er

Jahre, seit 1979/80 auch Gesamt-N und -P

Davon 4 DK, 5 SWE

LUNG

54

10 x / Jahr

Nitrat, Nitrit, Ammonium, Silikat, Phosphat, TP, TN

an ausgewählten Stationen: DOC, TOC

Oberfläche, 1m über dem Boden (an Stationen > 6m Wassertiefe)

1970

CTD-Profile an Stationen > 6m Wassertiefe

LLUR

22

10-12 x / Jahr

Nitrat, Nitrit, Ammonium, Silikat, Phosphat, TN, TP (beides in filtrierter Probe)

An Stationen in Schlei und Trave: TN, TP in unfiltrierter Probe

Oberfläche, 1m über dem Boden (an Stationen > 12m Wassertiefe)

Für einige Stationen liegen Daten seit 1974 vor.

Intensivmessstation in der Kieler Außenförde: Beprobung 18 bis 20x / Jahr;

An jeder Station: CTD Vertikalprofile (Wassertemperatur, Salzgehalt, Sauerstoffgehalt und pH-Wert)

 

 

 

[Kartenentwurf Nordsee 2020]

[Kartenentwurf Ostsee 2020]

3.2 Monitoring-Aktivitäten

Nährstoffe (Ostsee) (Messprogramm-Nr. 21)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • UBA
  • LLUR SH
  • LUNG MV
  • BSH
Beteiligte Institutionen
  • IOW
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.1980
Ende des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum

gelöste Nährstoffe an einigen Stationen bereits seit Anfang der 1970er Jahre, seit 1979/80 auch Gesamt-N und -P

Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer BAL
Meeresgewässerregion
  • Ausschließliche Wirtschaftszone
  • Hoheitsgewässer
  • Küstengewässer (WRRL)
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion

Verpflichtungen insbesondere nach WRRL, MSRL, HELCOM, BLMP/BLANO

Prozentuale Abdeckung 100
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente

Gesamtstickstoff, Gesamtphosphor, Gelöster anorganischer Stickstoff (DIN = NO3 + NO2 + NH4), gelöster anorganischer Phosphor (DIP), Nitrat, Nitrit, Ammonium, Silikat, Gelöster organischer Kohlenstoff (DOC). Nicht in allen Gebieten und an allen Messstellen: TOC

Weitere gemessene Parameter -
Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
  • Wirksamkeit von Maßnahmen
  • Belastung in der marinen Umwelt
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode

Probenahme-Methoden für Gesamt-N, Ammonium, Nitrat, Gesamt-P, Phosphat, Silikat

Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs MHB-Kennblatt Hydrochemie http://fino.bsh.de/blmpweb/kennblatt?id=25&kapitel=3&html=on#Hydrochemie_32 Kranzwasserschöpfer – s. HELCOM COMBINE Manual, Annex C-2, p. 216 ff http://helcom.fi/Documents/Action%20areas/Monitoring%20and%20assessment/Manuals%20and%20Guidelines/Manual%20for%20Marine%20Monitoring%20in%20the%20COMBINE%20Programme%20of%20HELCOM.pdf
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr -
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr

BSH: ca. 240-320 Proben; LLUR: ca. 54 Proben; NLWKN: ca. 68 Proben Siehe auch: http://fino.bsh.de/blmpweb/kennblatt?id=25&kapitel=3&html=on (derzeit in Überarbeitung)

Frequenz andere
Ergänzende Angaben zur Frequenz bzw. Zyklus oder Häufigkeit

Territorial/coastal: monatlich angestrebt, aber durch Schlechtwetter etc. sind 10 Proben realistisch. EEZ: 5 Fahrten (Februar, März, Mai, Juli, November)

Probenahme-Zyklus jährlich
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren (Art. 11 - Reporting 2014)
  • 9.1.1b Nährstoff-Konzentrationen in der Wassersäule (gelöster anorganischer Stickstoff (DIN; dissolved inorganic nitrogen) und Phosphor (DIP; dissolved inorganic phosphorus)) im Winter
  • 9.1.2 Nährstoffverhältnisse (TN:TP, DIN:DIP)
  • 9.1.3 Nährstoffkonzentrationen am Übergabepunkt limnisch-marin (Parameter: TN, TP, DIN, DIP)
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Ostsee)
  • Wassersäule - chemische Merkmale (Nährstoffe, Sauerstoff, pH/CO2)
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm -
HELCOM-Indikatoren
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift -
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status -
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Andere (spezifizieren)
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand

Die Daten werden primär auf Stationsbasis belassen und können seegebietsweise zusammengefasst werden.

Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung der Daten in einem internationalem Daten-Center (z.B. RSC, ICES, EEA, EMODnet)
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz jährlich
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz -
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte freier Zugriff
Link zu den Daten -
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff -
Ergänzende Angaben zu den Daten -
Nährstoffe (Nordsee) (Messprogramm-Nr. 20)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • BSH
  • LLUR SH
  • NLWKN
Beteiligte Institutionen
  • BUE HH
  • FGG Weser
  • FGG Elbe
  • FGG Ems
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.2009
Ende des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum

Beginn: 1978 (BSH); 2009 (LLUR); 2005 (NLWKN) Für viele der beprobten Stationen im niedersächsischen Wattenmeer liegen bereits seit 1987 Daten eines küstennahen Transektes (Ems bis Elbe) vor. Die Station auf Norderney sowie die Station in Wilhelmshaven werden seit 1994 beprobt.

Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer ANS
Meeresgewässerregion
  • Ausschließliche Wirtschaftszone
  • Hoheitsgewässer
  • Küstengewässer (WRRL)
  • Übergangsgewässer (WRRL)
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion

Nährstoffe werden sowohl über die Flüsse, aus diffusen Quellen, über die Atmosphäre und über „transboundary effects“ in die Deutsche AWZ getragen. Zur Bewertung und zur Erhebung von Maßnahmen müssen Nährstoffe in der AWZ, im Küstenmeer, in den Übergangsgewässern und in den Küstengewässern gemessen werden.

Prozentuale Abdeckung 100
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente

Phosphat, Nitrit, Nitrat+Nitrit, Ammonium, Silikat, Gesamt-P, Gesamt-N, z.T. DOC/TOC. Begleitparameter: pH, Salzgehalt, Temperatur, Alkalinität, Secchitiefe.

Weitere gemessene Parameter

pH, Salzgehalt, Wassertemperatur, Alkalinität und Trübung (Secchitiefe) werden als Begleitparameter gemessen.

Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
  • Wirksamkeit von Maßnahmen
  • Belastung in der marinen Umwelt
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode

Probenahme-Methoden für Gesamt-N, Ammonium, Nitrit+Nitrat, Ammonium, Gesamt-P, Phosphat, Silikat

Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs MHB-Kennblatt Hydrochemie http://fino.bsh.de/blmpweb/kennblatt?id=25&kapitel=3&html=on#Hydrochemie_32 JAMP guidelines on eutrophication (Ref.No. 2013-04, 2013-05, 2012-12, 2012-11, 1997-05) http://www.ospar.org/v_measures/browse.asp?menu=00530418000000_000000_000000
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr 400
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr

BSH: ca. 240-320 Proben; LLUR: ca. 54 Proben; NLWKN: ca. 68 Proben Siehe auch: http://fino.bsh.de/blmpweb/kennblatt?id=25&kapitel=3&html=on (derzeit in Überarbeitung)

Frequenz andere
Ergänzende Angaben zur Frequenz bzw. Zyklus oder Häufigkeit

BSH: 3-4 Fahrten pro Jahr; LLUR: 3 Fahrten pro Jahr; NLWKN: winterliche Nährstoffverteilung im 1. und 4. Quartal, zusätzlich an den Phytoplankton-Stationen wöchentlich (Norderney), 14-tägig (Wilhelmshaven) bzw. monatlich

Probenahme-Zyklus jährlich
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren (Art. 11 - Reporting 2014)
  • 9.1.1b Nährstoff-Konzentrationen in der Wassersäule (gelöster anorganischer Stickstoff (DIN; dissolved inorganic nitrogen) und Phosphor (DIP; dissolved inorganic phosphorus)) im Winter
  • 9.1.2 Nährstoffverhältnisse (TN:TP, DIN:DIP)
  • 9.1.3 Nährstoff-Konzentrationen am Übergabepunkt limnisch-marin (Parameter: TN, TP, DIN, DIP)
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Nordsee)
  • Wassersäule - chemische Merkmale (Nährstoffe, Sauerstoff, pH/CO2)
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm -
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Andere (spezifizieren)
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand

Die Daten werden primär auf Stationsbasis belassen und können evtl. seegebietsweise zusammengefasst werden.

Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung der Daten in einem internationalem Daten-Center (z.B. RSC, ICES, EEA, EMODnet)
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz jährlich
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz

Die Daten werden jährlich von der MUDAB (BfG) an ICES geliefert.

Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte freier Zugriff
Link zu den Daten http://www.ices.dk/marine-data/Pages/default.aspx
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff -
Ergänzende Angaben zu den Daten -
Sauerstoff im Meerwasser (Ostsee) (Messprogramm-Nr. 33)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • BSH
  • LLUR SH
  • LUNG MV
Beteiligte Institutionen
  • IOW
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.1979
Ende des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum -
Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer BAL
Meeresgewässerregion
  • Ausschließliche Wirtschaftszone
  • Hoheitsgewässer
  • Küstengewässer (WRRL)
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion

Gemäß Verpflichtungen WRRL, MSRL, HELCOM, BLMP/BLANO ("Bund/Länder-Messprogramm" / "Bund/Länder-Ausschuss Nord- und Ostsee")

Prozentuale Abdeckung 100
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente -
Weitere gemessene Parameter Sauerstoffsättigungsindex
Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode

Method of sampling: Samples are collected using a CTD system which is attached to a rosette sampler. Oxygen sample must be the first taken from the water sampler and the reagents should be added immediately. Oxygen samples may be stored for up to 24 hours after adding the reagents and after complete fixation. The bottles should be kept in the dark and any change in temperature should be avoided. The basic method for the determination of oxygen concentration is the Winkler method (Grasshoff et al., 1983). In addition oxygen sensors at the CTD can be used. However, they have to be validated with discrete Winkler titration values.

Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs HELCOM COMBINE Manual, Annex B-8 http://www.helcom.fi/action-areas/monitoring-and-assessment/manuals-and-guidelines/combine-manual
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr -
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr >100 The depths at which sampling should take place are as follows (in metres): 1, 5, 10, 15, 20, (25)*, 30, 40 and as close to the bottom as possible (preferably less than 1 metre from the sediment surface to get near bottom oxygen concentration). For unstratified water less than 10m depth, samples will be taken from 1m. The regional conditions and circumstances have to be considered, when choosing the sampling depth.
Frequenz andere
Ergänzende Angaben zur Frequenz bzw. Zyklus oder Häufigkeit

5-10 (max 12) Beprobungen pro Station und Jahr. Dabei werden Tiefenprofile wie oben beschrieben genommen.

Probenahme-Zyklus jährlich
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren (Art. 11 - Reporting 2014)
  • 10.3.1a Bodennaher Sauerstoffgehalt in Flachwassergebieten
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Ostsee)
  • Wassersäule - chemische Merkmale (Nährstoffe, Sauerstoff, pH/CO2)
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm -
HELCOM-Indikatoren
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Bodennaher Sauerstoffgehalt in Flachwassergebieten
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status -
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Andere (spezifizieren)
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand Die Daten werden primär auf Stationsbasis belassen und können seegebietsweise zusammengefasst werden.
Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung der Daten in einem internationalem Daten-Center (z.B. RSC, ICES, EEA, EMODnet)
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz jährlich
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz -
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte freier Zugriff
Link zu den Daten -
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff -
Ergänzende Angaben zu den Daten -
Sauerstoff im Meerwasser (Nordsee) (Messprogramm-Nr. 32)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • BSH
  • LLUR SH
  • NLWKN
Beteiligte Institutionen -
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.2005
Ende des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum

BSH (1978)

Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer ANS
Meeresgewässerregion
  • Ausschließliche Wirtschaftszone
  • Hoheitsgewässer
  • Küstengewässer (WRRL)
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion

Gemäß Verpflichtungen WRRL, MSRL, OSPAR, BLMP/BLANO ("Bund/Länder-Messprogramm" / "Bund/Länder-Ausschuss Nord- und Ostsee")

Prozentuale Abdeckung 100
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente -
Weitere gemessene Parameter Sauerstoffsättigung
Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode

In-situ Messungen mit Sauerstoffsonden (in größeren Tiefen Vertikalprofile) gekoppelt mit CTD-Messungen, die mit Vergleichsproben validiert werden (Titration nach Winkler (Grasshoff et al., 1983)) Kontinuierliche Sauerstoffmessungen an den BSH-Messnetzstationen (UFS DB; UFS EMS) in unterschiedlichen Tiefen (6m; 30m). Die Messsonden werden regelmäßig mit Vergleichsmessungen validiert.

Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs -
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr -
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr >100
Frequenz andere
Ergänzende Angaben zur Frequenz bzw. Zyklus oder Häufigkeit

Monatlich bis 1x im Jahr

Probenahme-Zyklus jährlich
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren (Art. 11 - Reporting 2014)
  • 10.3.1 Sauerstoffkonzentration im Meerwasser
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Nordsee)
  • Wassersäule - chemische Merkmale (Nährstoffe, Sauerstoff, pH/CO2)
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm -
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Andere (spezifizieren)
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand Die Daten werden primär auf Stationsbasis belassen und können seegebietsweise zusammengefasst werden.
Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung der Daten in einem internationalem Daten-Center (z.B. RSC, ICES, EEA, EMODnet)
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz jährlich
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz Abgabe an die MUDAB Ende April jeden Jahres
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte freier Zugriff
Link zu den Daten http://www.ices.dk/marine-data/data-portals/Pages/DOME.aspx
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff ICES-Datenbank: http://www.ices.dk/marine-data/data-portals/Pages/DOME.aspx
Ergänzende Angaben zu den Daten -

3.3 Zusätzliche Parameter

Für die Bewertung und Interpretation der Messergebnisse werden folgende zusätzliche Parameter herangezogen:
  • Sichttiefe
  • Salzgehalt
  • Temperatur
  • Klimatische Bedingungen
  • Sauerstoffsättigungskonzentration
  • abfiltrierbare Stoffe (Schwebstoff)
  • pH-Wert

4 - Bewertung

Bis zum 15. Oktober 2012 waren auf der Grundlage der Anfangsbewertung (Art. 8 MSRL) und der sogenannten Deskriptoren (Anhang I MSRL) erstmals Merkmale für den guten Umweltzustand (GES) der deutschen Meeresbereiche zu beschreiben (Art. 9 MSRL). Die Festlegung spezifischer Grenz- und Schwellenwerte bzw. anderer Quantifizierungen im Sinne eines GES für alle MSRL-Themen (Art. 10 MSRL) war zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich.

Die im Jahr 2014 übermittelten Überwachungsprogramme folgten der Struktur des mittlerweile abgelösten Beschlusses der Kommission (EU) 2010/477. Dieser wurde durch den Beschluss der Kommission (EU) 2017/848 ersetzt, welcher nun die Definitionen der einzelnen Bewertungskriterien und methodischen Standards nach Art. 9 MSRL nachvollziehbarer strukturiert und in seiner Terminologie den Vorgaben der MSRL entspricht.

Die Ergebnisse von Überprüfung und Aktualisierung der Bewertung des Zustandes, Beschreibung des guten Zustandes und Festlegung von Umweltzielen wurden 2018 an die EU-Kommission berichtet. Der Zustandsbericht von 2018 berücksichtigt bestehende Zustandsbewertungen anderer EG-Richtlinien wie z.B. WRRL, FFH-RL und VRL. Darüber hinaus wurden die Arbeiten der regionalen Meeresschutzübereinkommen für Nordsee und Ostsee (OSPAR und HELCOM) herangezogen.

  • Übersicht der Deskriptoren zur Festlegung des guten Umweltzustands (Anhang I MSRL):  hier
  • Übersicht der Bewertungskriterien für die Beschreibung eines guten Umweltzustandes:
  • Aktueller Entwicklungsstand von Indikatoren zur Bewertung des Zustands:  hier

In Kapitel 4 werden die Bewertungskriterien und -verfahren auf der Ebene von Messparametern und/oder Indikatoren und Zuordnung zu thematischen Bewertungen dargestellt.

 

4.1 Allgemeine Informationen zur Bewertung (Nord- und Ostsee)

MSRL, aktueller Stand Bewertungsverfahren, Nährstoffe
Bewertungsverfahren bzw. Handlungsanweisung:

1. Einsatzbereite Bewertungsverfahren MSRL

2. In Entwicklung befindliche Bewertungsverfahren

Richtlinie: Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie

4.2 Informationen zur Bewertung in der Nordsee bzw. nach OSPAR

Hydrochemie - OSPAR - Nordsee
Richtlinie: Oslo-Paris-Übereinkommen (OSPAR)
Gewässer: AWZ
Bemerkung:

Die Bewertung erfolgt nach dem allgemeinen Bewertungsverfahren im Rahmen von OSPAR (Common Procedure, COMP; OSPAR Agreement 2013-08).

Die Hintergrund- und Orientierungswerte werden zzt. überarbeitet. Zukünftig werden ökologisch kohärente und länderübergreifende Bewertungsgebiete verwendet, die auf Basis des JMP EUNOSAT-Projektes angepasst und abgestimmt wurden für die vierte Anwendung der Common Procedure (COMP4).

Die Gebietseinteilung wurde auf Basis von Salzgehaltsverteilungen und Wassertiefen vorgenommen und trennt offshore-Gebiete von den äußeren und inneren Küstengewässern. Die WRRL-Wasserkörper wurden nicht einzeln bewertet, sondern zu vier Gebieten entlang der nord- und ostfriesischen Küsten aggregiert.

Sowohl die Gebietseinteilung als auch die Orientierungswerte werden sich im Rahmen der laufenden Überarbeitung der OSPAR Common Procedure ändern und bis 2021 abgestimmt für die Anwendung in der COMP4 und im QSR 2023.

 

MSRL / OSPAR COMPEAT

Das primäre MSRL-Kriterium D5C1 zu Nährstoffkonzentrationen in der Wassersäule umfasst sowohl die gelösten anorganischen Nährstoffe DIN und DIP als auch die Gesamtnährstoffe TN und TP. In der OSPAR Common Procedure sind dagegen bisher nur DIN und DIP als verpflichtende Indikatoren (Common Indicators) vereinbart, während die Gesamtnährstoffe TN und TP ergänzend bewertet werden können. TN und TP werden bei den Nährstoffeinträgen über die Flüsse berücksichtigt, sind aber darüber hinaus bisher nicht Teil des Eutrophication Monitoring Programmes. Die im Rahmen des OSPAR Intermediate Assessment 2017 erfolgte Bewertung der Nährstoffkonzentrationen ist unter folgendem Link verfügbar:
OSPAR-IA 2017 winter nutrient concentrations

Für zukünftige Eutrophierungsbewertungen soll das automatische Tool COMPEAT verwendet werden, das vergleichbar mit dem HELCOM HEAT Tool ist und für die Umsetzung der Eutrophierungsbewertung von OSPAR spezifisch angepasst und weiterentwickelt wird. Die vereinbarten Nährstoffindikatoren (DIN und DIP sowie teilweise ergänzend TN und TP) werden in den verschiedenen Gebieten auf Basis der in der ICES-Datenbank verfügbaren Daten bewertet und gehen zusammen mit den Ergebnissen aus den Indikatorbewertungen der direkten und indirekten Effekte in die Gesamtbewertung entsprechend der abgestimmten Aggregationsregeln ein.

Die Ergebnisse der OSPAR-Nährstoffbewertungen können für die MSRL-Berichterstattung unter Deskriptor 5 (Eutrophierung) verwendet werden.

 

WRRL – OGewV
Richtlinie: Wasserrahmenrichtlinie
Gewässer: Küstengewässer
Bemerkung:

Anforderungen an den guten ökologischen Zustand und das gute ökologische Potenzial nach OGewV, 2016, S. 1423

Typ nach Anlage 1 Nr. 2.4

Salinität (Durchschnittswert in PSU)

Gesamt-Stickstoff (TN) in mg/l Jahresdurchschnitt

Gelöster anorganischer Stickstoff (DIN) in mg/l (Winterdurchschnitt) *

Gesamt-Phosphor (Gesamt-P) in mg/l (Jahresdurchschnitt)

N1/N2

29,0 – 31,5 (30)

≤ 0,32

≤ 0,26

≤ 0,031

 

 

(Angabe in µMol: ≤ 22,8 µMol)

Angabe in µMol; (≤ 18,3 µMol)

(Angabe in µMol:≤ 1,0 µMol)

N3/N4

16,4 – 30,5 (24)

≤ 0,56

≤ 0,44

≤ 0,036

 

 

(Angabe in µMol: ≤ 40 µMol)

(Angabe in µMol: ≤ 31,4 µMol)

(Angabe in µMol: ≤ 1,16 µMol)

N5

≤ 32,0

≤ 0,24

≤ 0,19

≤ 0,030

 

 

(Angabe in µMol: ≤ 17,1 µMol)

(Angabe in µMol: ≤ 13,5 µMol)

(Angabe in µMol: ≤ 0,97 µMol)

T1/T2

3,6 – 23,4

≤ 1,00

≤ 0,80

≤ 0,045

 

 

(Angabe in µMol:≤ 71,4 µMol)

(Angabe in µMol:≤ 57,1 µMol)

(Angabe in µMol:≤ 1,45 µMol)

Typ N1: euhalines offenes Küstengewässer

Typ N2: euhalines Wattenmeer

Typ N3: polyhalines offenes Küstengew.

Typ N4: polyhalines Wattenmeer

Typ N5: euhalines felsgeprägtes Küstengewässer um Helgoland

Typ T1: Übergangsgewässer Elbe-Weser-Ems

Typ T2: Übergangsgewässer Eider

 

4.3 Informationen zur Bewertung in der Ostsee bzw. nach HELCOM

HELCOM HEAT
Richtlinie: Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie
Gewässer: AWZ
Bemerkung:

Im HELCOM HEAT Tool werden die gelösten anorganischen Nährstoffe und die Gesamtnährstoffe gemeinsam in der Kategorie 1 der Nährstoffgehalte bewertet, wenn entsprechende Schwellenwerte in den verschiedenen HELCOM-Becken abgestimmt sind. Die Ergebnisse können für die Zustandsbewertung des Kriteriums D5C1 zu Nährstoffkonzentrationen in der Wassersäule der MSRL verwendet werden. Die Ergebnisse der Kategorie 1 auf Basis der vereinbarten Nährstoffindikatoren (DIN, DIP, TN und TP) werden mit den Ergebnissen aus den Indikatorbewertungen der direkten und indirekten Effekte zusammengebracht und gehen in die Gesamtbewertung entsprechend der abgestimmten Aggregationsregeln ein. In der folgenden Tabelle sind die Schwellenwerte der verschiedenen Nährstoffparameter aufgelistet, die für die HELCOM HOLAS II-Bewertung verwendet wurden. Die Angaben für TN und TP sind dem nationalen Indikatorblatt entnommen, da es bisher für die Gesamtnährstoffe keine abgestimmten Schwellenwerte für die vier HELCOM-Becken mit deutschen Gebietsanteilen in der Ostsee gibt.

Tabelle 4: HELCOM HOLAS II-Schwellenwerte für die Nährstoffe DIN und DIP sowie nationale Schwellenwerte für die Gesamtnährstoffe TN und TP für den Bewertungszeitraum 2011-2016

HELCOM-Becken

DIN [µmol l-1]

DIP [µmol l-1]

TN* [µmol l-1]

TP* [µmol l-1]

Kieler Bucht

5.5

0.57

16.4

0.41

Mecklenburger Bucht

4.3

0.49

16.7

0.45

Arkonasee

2.9

0.36

19.5

0.48

Bornholm-Becken

2.5

0.30

18.0

0.59

* nationale Schwellenwerte für TN und TP aus dem nationalen Indikatorblatt zu Gesamtnährstoffkonzentrationen in der offenen Ostsee zur MSRL-Zustandsbewertung 2018

WRRL - OGewV
Richtlinie: Wasserrahmenrichtlinie
Gewässer: Küstengewässer
Bemerkung:

TABELLE EINFÜGEN

5 - Qualitätssicherung

Die am BLMP beteiligten Einrichtungen sind verpflichtet, in Eigenverantwortung Qualitätsmanagementsysteme in Anlehnung an die DIN EN ISO/IEC 17025 zu etablieren und aufrecht zu erhalten (ARGE BLMP-Beschluss 2006). Das beinhaltet die Durchführung sowohl interner als auch externer Qualitätssicherungsmaßnahmen zur Sicherstellung zuverlässiger und vergleichbarer Untersuchungsergebnisse. Dabei werden sie durch die Qualitätssicherungsstelle des BLMP am Umweltbundesamt (QS-Stelle) unterstützt, die als unabhängige nicht direkt am Monitoring beteiligte Institution für die Koordinierung der Qualitätssicherungsmaßnahmen im Rahmen des BLMP zuständig ist. Die erforderlichen einrichtungsübergreifenden Abstimmungen erfolgen in der Arbeitsgruppe „Qualitätssicherung“ (AG QS), in der Experten aus Bund und Küstenländern vertreten sind. Durch enge Zusammenarbeit mit der AG ErBe sowie deren Fach-Arbeitsgruppen ist die direkte Verbindung zu den messenden Einrichtungen gewährleistet.

Die QS-Stelle ist für die Erarbeitung von Handreichungen wie z.B. Leitlinien zur Methodenvalidierung und von Qualitätsmanagement-Musterdokumenten zuständig. Sie organisiert Workshops und führt Ringversuche zu den im Rahmen des BLMP eingesetzten Untersuchungsverfahren und Matrizes durch. Seit 2001 bietet die QS-Stelle den BLMP-Laboratorien auch die Durchführung externer Audits auf Grundlage der DIN EN ISO 17025 mit entsprechend geschultem Personal an.

Das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO/IEC 17025 schließt folgende Punkte ein:

  • dokumentierte Validierung/Verifizierung der eingesetzten Untersuchungsmethoden zur Ermittlung der Verfahrenskenndaten,
  • kontinuierlicher Nachweis der verfahrensspezifischen Richtigkeit und Präzision, z.B. durch das Führen von Kontrollkarten und den Einsatz von (zertifizierten) Referenzmaterialien, soweit möglich,
  • die Qualifikation und regelmäßige Schulung des Personals bezüglich der eingesetzten Verfahren,
  • die regelmäßige Durchführung von internen und externen Audits,
  • die regelmäßige Teilnahme an nationalen und internationalen Laborvergleichen, Ringversuchen, Schulungen und Workshops sowie deren Auswertung.

Da durch die QS-Stelle (biologischer Bereich) nicht jährlich Workshops und Ringversuche und auch nicht für alle Parameter angeboten werden können, sollten regelmäßig bilateral und eigenständig Laborvergleichsanalysen zwischen den Laboren organisiert werden, deren Ergebnisse in der AG Qualitätssicherung vorgestellt und diskutiert werden. Auch sind Angebote anderer nationaler/internationaler Anbieter zu nutzen.
Grundsätzlich ist bei Langzeitmessreihen auf eine Kontinuität der Bearbeiter sowie auf eine entsprechende Qualifizierung zu achten.

Die Labore müssen die rechtzeitige und vollständige Übermittlung der Untersuchungsergebnisse an die MUDAB auf Basis der MUDAB-Datenformate, einschließlich der als Mindestmaß definierten QS-Angaben, die aber die internationalen Vorgaben (ICES) abdecken, gewährleisten.

 

Für externe QM-Maßnahmen werden Angebote folgender Anbieter genutzt:

  • QS-Stelle (des BLMP am UBA (Workshops, Normung bei DIN, CEN und ISO, Begleitung der Etablierung von QM-Systemen, Erstellung von Muster-SOPs, Durchführung von Audits))
  • QUASIMEME (Quality Assurance Laboratory Performance Studies for Environmental Measurements in Marine Samples)

5.1 Messende Einrichtungen

Bund/Länder* messende   Behörden
Bund BSH
Mecklenburg-Vorpommern LUNG MV
Niedersachsen NLWKN
Schleswig-Holstein LLUR SH
Sonstige IOW

* An der gemeinschaftlichen, föderalen Umsetzung der Aufgaben des Meeresschutzes sind folgende Ministerien von Bund und Küstenländern beteiligt:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen (SKUMS HB)
  • Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg (BUE HH)
  • Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern (LU MV)
  • Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU NI)
  • Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND SH)

5.2 Monitoring-Leitfäden

Folgende im Rahmen der europäischen Meeresschutzkonventionen von HELCOM und OSPAR erarbeiteten Leitlinien dienen als Grundlage für die Ausgestaltung und Qualitätssicherung des Messprogramms:
  • HELCOM: COMBINE Manual, Annex B-8: Technical note on the determination of hydrographic parameters. Link
  • HELCOM: COMBINE Manual, Annex B-9: Technical note on determination of nutrients. Download
  • HELCOM: COMBINE Manual, Annex B-10: Chemical analysis of anoxic waters. Download
  • HELCOM: COMBINE Manual, Annex B-14: Technical note on the measurement of pH in seawater. Download
  • HELCOM: COMBINE Manual, Annex B-15: Technical note on the measurement of total alkalinity in seawater. Download
  • HELCOM: COMBINE Manual, Annex B-17: Technical Note on the determination of organic carbon in seawater. Download
  • OSPAR, 1997: JAMP, ASMO - eutrophication monitoring guidelines - oxygen. Download
  • OSPAR, 1997: JAMP, ASMO - eutrophication monitoring guidelines -nutrients. Download

5.3 Normen

Die Anwendung validierter, d.h. für den vorgegebenen Zweck geeigneter Untersuchungsverfahren ist eine wesentliche Voraussetzung für die Qualitätssicherung in den messenden Einrichtungen. Auf folgende Normen, die regelmäßig überprüft und bei Bedarf dem aktuellen Stand der wissenschaftlich-technischen Entwicklung angepasst werden, wird zurückgegriffen:
  • DIN EN ISO/IEC 17025 (2005-08): Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien (ISO/IEC 17025: 2005); Deutsche und Englische Fassung EN ISO/IEC 17025: 2005. https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-iec-17025/77196483

    Hinweis:
    Zurückgezogen und ersetzt durch DIN EN ISO/IEC 17025, 2018-03

    DIN EN ISO/IEC 17025(2018-03): Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien (ISO/IEC 17025: 2017); Deutsche und Englische Fassung EN ISO/IEC 17025: 2017. https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-iec-17025/278030106

  • DIN EN ISO 16264 (2004-05): Wasserbeschaffenheit - Bestimmung löslicher Silicate mittels Fließanalytik (FIA und CFA) und photometrischer Detektion (ISO 16264: 2002); Deutsche Fassung EN ISO 16264: 2004.
    https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-16264/70492986

  • DIN EN ISO 15681-2 (2005-05): Wasserbeschaffenheit - Bestimmung von Orthophosphat und Gesamtphosphor mittels Fließanalytik (FIA und CFA) - Teil 2: Verfahren mittels kontinuierlicher Durchflussanalyse (CFA) (ISO 15681-2: 2003); Deutsche Fassung EN ISO 15681-2: 2004. https://www.beuth.de/en/standard/din-en-iso-15681-2/77466270

    Hinweis:
    Zurückgezogen und ersetzt durch DIN EN ISO 15681-2 (2019-05)

    DIN EN ISO 15681-2 (2019-05): Wasserbeschaffenheit - Bestimmung von Orthophosphat und Gesamtphosphor mittels Fließanalytik (FIA und CFA) - Teil 2: Verfahren mittels kontinuierlicher Durchflussanalyse (CFA) (ISO 15681-2: 2018); Deutsche Fassung EN ISO 15681-2: 2018. https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-15681-2/289446389

  • DIN EN ISO 15681-1 (2005-05): Wasserbeschaffenheit - Bestimmung von Orthophosphat und Gesamtphosphor mittels Fließanalytik (FIA und CFA) - Teil 1: Verfahren mittels Fließinjektionsanalyse (FIA) (ISO 15681-1: 2003); Deutsche Fassung EN ISO 15681-1: 2004. https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-15681-1/77357822

  • DIN EN ISO 13395 (1996-12): Wasserbeschaffenheit - Bestimmung von Nitritstickstoff, Nitratstickstoff und der Summe von beiden mit der Fließanalytik (CFA und FIA) und spektrometrischer Detektion (ISO 13395: 1996); Deutsche Fassung EN ISO 13395: 1996.
    https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-13395/2900697

  • DIN EN ISO 11905-1 (1998-08): Wasserbeschaffenheit - Bestimmung von Stickstoff - Teil 1: Bestimmung von Stickstoff nach oxidativem Aufschluß mit Peroxodisulfat (ISO 11905-1: 1997); Deutsche Fassung EN ISO 11905-1: 1998.
    https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-11905-1/6257526

  • DIN EN ISO 11732 (2005-05): Wasserbeschaffenheit - Bestimmung von Ammoniumstickstoff - Verfahren mittels Fließanalytik (CFA und FIA) und spektrometrischer Detektion (ISO 11732: 2005); Deutsche Fassung EN ISO 11732: 2005.
    https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-11732/75657625

  • DIN EN ISO 10304-2 (1996-11): Wasserbeschaffenheit - Bestimmung der gelösten Anionen mittels Ionenchromatographie - Teil 2: Bestimmung von Bromid, Chlorid, Nitrat, Nitrit, Orthophosphat und Sulfat in Abwasser (ISO 10304-2: 1995); Deutsche Fassung EN ISO 10304-2:1996. https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-10304-2/2886502

    Hinweis:
    Zurückgezogen und ersetzt durch DIN EN ISO 10304-1 (2009-07)

  • DIN EN ISO 10304-1 (2009-07): Wasserbeschaffenheit - Bestimmung von gelösten Anionen mittels Flüssigkeits-Ionenchromatographie - Teil 1: Bestimmung von Bromid, Chlorid, Fluorid, Nitrat, Nitrit, Phosphat und Sulfat (ISO 10304-1: 2007); Deutsche Fassung EN ISO 10304-1: 2009. https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-10304-1/117316025

  • DIN EN ISO 6878 (2004-09): Wasserbeschaffenheit - Bestimmung von Phosphor - Photometrisches Verfahren mittels Ammoniummolybdat (ISO 6878: 2004); 2004); Deutsche Fassung EN ISO 6878: 2004. https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-6878/71312882

  • ISO 5667-9 (1992-10): Wasserbeschaffenheit; Probennahme; Teil 9: Hinweise zur Probennahme von Meerwasser https://www.beuth.de/de/norm/iso-5667-9/1206679

  • DIN EN ISO 5667-3 (2019-07): Wasserbeschaffenheit - Probennahme - Teil 3: Anleitung zur Konservierung und Handhabung von Wasserproben (ISO 5667-3: 2018); Deutsche Fassung EN ISO 5667-3: 2018.
    https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iso-5667-3/291974374

  • DIN EN 26777 (1993-04): Wasserbeschaffenheit; Bestimmung von Nitrit; Spektrometrisches Verfahren (ISO 6777:1984); Deutsche Fassung EN 26777: 1993. https://www.beuth.de/de/norm/din-en-26777/2081278

5.4 Aktivitäten

Ringversuche

  • Quality Assurance of Information for Marine Environmental Monitoring in Europe (QUASIMEME):
    Ringversuche 2x jährlich
    -       Nutrients in Seawater
    -       Nutrients in Estuarine and Low Salinity Seawater

 

Workshops, Schulungen

  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2007:
    Workshop "Akkreditierung von Laboratorien nach DIN EN ISO/IEC 17025"; 08.02.2007, Berlin
  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2005:
    Workshop "Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025"; 31.11.2005, Berlin
  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2004:
    Workshop "Meeresmonitoring, Wasserrahmenrichtlinie und Qualitätssicherung - 2. Erfahrungsaustausch"; 11. - 12.05.2004, Vilm
  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2001:
    Workshop "Meeresmonitoring und Qualitätssicherung - 1. Erfahrungsaustausch"; 04.11 - 06.11.2002, Vilm
  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2001:
    Workshop "Analysenverfahren und Qualitätssicherung zur Bestimmung von Nährstoffen, Schwermetallen und organischen Schadstoffen in Meerwasser"; 02. - 04.07.2001, Vilm
  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 1998:
    Workshop "Nährstoffbestimmung im marinen Monitoring"; 21.10.1998
 

Handreichungen, Musterdokumente

Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über vorhandene QM-Dokumente und durchgeführte externe QM-Maßnahmen:
  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2011: Ableitung von Mindestanforderungen an Analyseverfahren zur Überwachung chemischer Parameter im Rahmen des BLMP, Mindestanforderungen an Bestimmungsgrenzen

  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2008: Muster-Qualitätsmanagementhandbuch für Laboratorien des Bund/Länder-Messprogramms nach DIN EN ISO/IEC 17025, Version: 01 vom 01.02.2008, Umweltbundesamt.
  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2008: Ableitung von Mindestanforderungen an Analyseverfahren zur Überwachung chemischer Parameter im Rahmen des BLMP, Erläuterung zur Einführung von Zielwerten für Messunsicherheiten

  • Umweltbundesamt, Qualitätssicherungsstelle des BLMP, 2004: Leitlinie zur Methodenvalidierung

5.5 QS - Art. 11 MSRL

Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Ausgabe dieses Inhaltselementes wird erst nach Abschluß der Überarbeitung aller Messprogramme wieder erfolgen.

5.6 Entwicklungsbedarf

6 - Literatur

 
  • Brockmann, U., Topcu, D. & M. Schütt (2007) Assessment of the eutrophication status of the German Bight according to the OSPAR Comprehensive Procedure. OSPAR, ICG: COMP2:008Rev.1, ICG:COMP2:00109a-g, 54 pp, London, 2007