Kennblätter

Substrat (29) (Kennblatt-Nr. 29) (Stand: 03.07.2015 )

1 - Allgemeines

1.1 Themenbereich

Physikalisches Monitoring - Meeresboden

1.2 Definition

Beschreibung der Beschaffenheit und der Struktur des Meeresbodens

  • Menge, Beschaffenheit und Struktur des Substrats (Übergangsgewässer)
  • Beschaffenheit und Struktur des Substrats (Küstengewässer)

HyMo-Wattlandschaft_Stock_LKN-SH.jpg

1.3 Zuständige Behörde(n)

Bund/Länder* verantwortliche
Behörden
Bund BfN , WSV , BfG , BSH
Mecklenburg-Vorpommern StÄLU MV , LUNG MV
Niedersachsen NPV NI , NLWKN
Schleswig-Holstein LLUR , LKN-SH

* An der gemeinschaftlichen, föderalen Umsetzung der Aufgaben des Meeresschutzes sind folgende Ministerien von Bund und Küstenländern beteiligt:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen (SUBV HB)
  • Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg (BUE HH)
  • Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern (LU MV)
  • Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU NI)
  • Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND SH)

1.4 Arbeitsgruppe

Fach- AG Hydrographie, Hydrologie und Morphologie

2 - Überwachungsanforderungen, Umweltziele und Gefährdungen

2.1 Allgemeine Anforderungen und rechtliche Vorgaben

AWZ 12-sm-Zone Küstengewässer 1) Übergangsgewässer
MSRL x x x -
FFH-RL x x x x
WRRL - - x x
TWSC - - x x

1) bei WRRL: Basislinie plus eine Seemeile

 

MSRL

Die Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Meeresumwelt (Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, MSRL) bildet die Umweltsäule der EU-Meerespolitik und erstellt eine thematische Strategie für den Schutz und die Erhaltung der europäischen Meeresumwelt. Ziel ist es, saubere, gesunde und produktive Meere und deren biologische Vielfalt langfristig zu bewahren bzw., wo durchführbar und nötig, wieder herzustellen.

Die MSRL trat 2008 in Kraft und gibt den Rahmen vor, in dem die Mitgliedstaaten die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um bis 2020 einen guten Zustand der Meeresumwelt zu erreichen oder zu erhalten. Eine Verschlechterung des Zustandes ist zu verhindern. Die sechsjährigen Managementzyklen der MSRL umfassen folgende Schritte:

  • Erfassung des aktuellen Zustands der Meeresgewässer nach Art. 8 MSRL
  • Beschreibung des guten Umweltzustands (Good Environmental Status, GES) nach Art. 9 MSRL
  • Festlegung von Umweltzielen zur Erreichung des GES nach Art. 10 MSRL
  • Erstellung von Überwachungsprogrammen nach Art. 11 MSRL
  • Erstellung von Maßnahmenprogrammen nach Art. 13 MSRL

Verpflichtungen aus anderen internationalen, regionalen und EU-Regelungen sind zu berücksichtigen. Das Monitoring gemäß Art. 11 MSRL erfolgt entsprechend einer eigenen Systematik. Die Monitoringstrategien und -programme sind Berichtsebenen, die ein vergleichbares EU-weites Reporting gewährleisten sollen, während die Messprogramme die eigentlichen Mess- und Beobachtungsaktivitäten beinhalten.

 

FFH-RL

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz: FFH-Richtlinie) hat zum Ziel, wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen. Sie bildet die Grundlage für das Schutzgebietssystem „Natura 2000“.

Die Vernetzung von Lebensräumen dient der Bewahrung, (Wieder-)Herstellung und Entwicklung ökologischer Wechselbeziehungen sowie der Förderung natürlicher Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse.

In Deutschland wird die FFH-RL durch das Bundesnaturschutzgesetz und das Wasserhaushaltsgesetz sowie durch entsprechende Landesgesetze in ihrer jeweils geltenden Fassung umgesetzt. Sie trat bereits 1992 in Kraft und liegt seit 2007 in konsolidierter Form vor und enthält die folgenden Anhänge:

  • Anhang I: Lebensraumtypen zur Berücksichtigung im Schutzgebietsnetz NATURA 2000
  • Anhang II: Arten zur Berücksichtigung im Schutzgebietsnetz NATURA 2000
  • Anhang III: Kriterien zur Auswahl von Schutzgebieten
  • Anhang IV: Streng zu schützende Tier- und Pflanzenarten
  • Anhang V: durch Entnahme gefährdete Arten
  • Anhang VI: Verbotene Methoden und Mittel des Fangs, der Tötung und der Beförderung

Zur Überprüfung von ergriffenen Schutzmaßnahmen und des Erhaltungszustandes ist nach Art. 11 ein Monitoring aller Arten und Lebensräume von europäischem Interesse gemäß den Anhängen I, II, IV und V durchzuführen.

 

WRRL

Die Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik (Wasserrahmenrichtlinie, WRRL) trat im Jahr 2000 in Kraft und bündelt vielzählige Einzelrichtlinien des Wasserrechts. Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist der gute chemische Zustand und gute ökologische Zustand bzw. Potential der Gewässer, ein Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot für den Gewässerzustand, nachhaltige Wassernutzung und Schutz der Wasserressourcen sowie Schutz vor Überschwemmungen und Dürren.

Die WRRL wird in Deutschland durch das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und die Wassergesetze der Länder sowie die Oberflächengewässerverordnung (OGewV) und die Grundwasserverordnung (GrwV) umgesetzt. Die Richtlinie gilt u.a. für die Oberflächengewässer einschließlich der Übergangs- und Küstengewässer.

Das Ziel zur Erreichung des guten ökologischen Zustandes bis 2027 wird in drei Bewirtschaftungszyklen mithilfe von Maßnahmenprogrammen und Bewirtschaftungsplänen umgesetzt. Durch die Gewässerüberwachung und -bewertung werden die umgesetzten Maßnahmen überprüft.

Bei den Überwachungsprogrammen der Oberflächengewässer nach Anhang V WRRL wird unterschieden in Programme zur „überblicksweisen Überwachung", zur „operativen Überwachung" und zur „Überwachung zu Ermittlungszwecken".

Welche Programme wo zum Einsatz kommen, ist abhängig von Art und Ausmaß der Belastung der Wasserkörper (z.B. Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern).

TWSC

Die Trilaterale Wattenmeerzusammenarbeit zum Schutz des Wattenmeeres (Trilateral Wadden Sea Cooperation, TWSC) basiert auf der gemeinsamen Erklärung der Umweltminister aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden, welche 1982 unterzeichnet und im Jahr 2010 aktualisiert wurde (Joint Declaration on the Protection of the Wadden Sea). Die grenzüberschreitende, ökosystembasierte Kooperation war Grundvoraussetzung für die Anerkennung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe nach der Welterbekonvention.

Die drei Anrainerstaaten des Wattenmeeres kooperieren u.a. auf den Gebieten Monitoring, Bewertung, Maßnahmen, Forschung und Umweltbildung. Ziel ist es, ein weitgehend natürliches und ungestörtes Ökosystem Wattenmeer zu erhalten. Neben der Gewährleistung des Küstenschutzes wird der Dialog mit allen Nutzern und Interessengruppen gepflegt und gefördert.

Eckpunkte für ein gemeinsames Management, welches sowohl gemeinsam als auch eigenverantwortlich umgesetzt wird, sind im Wattenmeerplan 2010 enthalten.  

Für eine Bewertung der Umsetzung und des Erfolges von ergriffenen Maßnahmen wird das Trilaterale Monitoring- und Bewertungsprogramm (Trilateral Monitoring and Assessment Program, TMAP ) durchgeführt. Basierend auf dem TMAP werden regelmäßig Berichte über den aktuellen ökologischen Zustand des Wattenmeeres (Quality Status Report, QSR) erstellt. Darin werden Zustandsänderungen und mögliche Ursachen benannt sowie Maßnahmen inkl. Wirksamkeitsanalyse angegeben.

2.2 spezifische Anforderungen und Umweltziele

MSRL

Artikel 8, Absatz 1

Die Ergebnisse der Substratkartierung werden auch für die Anfangsbewertung der Meeresgewässer benötigt. Dazu müssen die unter Artikel 11 genannten Parameter erfasst werden.

 

Artikel 10

"Die Mitgliedstaaten legen auf der Grundlage der nach Artikel 8 Absatz 1 vorgenommenen Anfangsbewertung für jede Meeresregion bzw. -unterregion einen umfassenden Satz von Umweltzielen sowie entsprechende Indikatoren für ihre Meeresgewässer fest und berücksichtigen dabei die in Anhang III enthaltene Liste von Merkmalen."

 

 Artikel 11, Anhänge III & V

Für die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie müssen Überwachungsprogramme erstellt werden, welche die folgenden morphologischen Parameter erfassen:

  • Struktur und Substratzusammensetzung des Meeresbodens

FFH-RL

Siehe Bewertungsschemata für Lebensraumtypen.

Artikel 11

Die Mitgliedstaaten überwachen den Erhaltungszustand der in Artikel 2 genannten Arten und Lebensräume, wobei sie die prioritären natürlichen Lebensraumtypen und die prioritären Arten besonders berücksichtigen. Die Hydromorphologie spielt eine wichtige Rolle bei der Bewertung der lebensraumtypischen Habitatstrukturen (siehe zusätzliche Parameter für die Bewertung in den Kennblättern zu den Lebensraumtypen sowie die entsprechenden Bewertungsschemata).

WRRL

Artikel 8, Absatz 1

 Gemäß WRRL sind morphologische Veränderungen als Qualitätskomponente alle 6 Jahre zu erfassen. Hierzu zählen die Parameter Menge, Beschaffenheit und Struktur des Substrats.

Anhang 5, Abschnitt 1.2.3 und 1.2.4 Übergangsgewässer

"Die Menge, Struktur und Substrate des Gewässerbodens der Übergangsgewässer sowie Struktur und Bedingungen der Gezeitenzone entsprechen den Bedingungen, unter denen die für biologische Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können."

Küstengewässer:

"Die Struktur und Substrate des Meeresbodens der Küstengewässer sowie Struktur und Bedingungen der Gezeitenzonen entsprechen den Bedingungen, unter denen die für biologische Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können."

TWSC

Ziele für das Wattenmeer:

  • Natürliche Dynamik

Gößere Flächen geomorphologisch und biologisch ungestörter Wattbereiche und sublitoraler Gebiete.

 TMAP - Wattenmeerplan (Stade-Deklaration 1997)

Die Überwachung geomorphologischer Eigenschaften des Wattenmeeres hat das Ziel, mögliche Klimaänderungen (z.B. Anstieg des Meeresspiegels, Zunahme der Sturmereignisse) sowie deren Auswirkungen auf die Lebensräume, Arten und Gemeinschaften zu bewerten.

2.3 Gefährdung

Die natürliche Morphodynamik wird gestört durch:

  • Baumaßnahmen,
  • Vertiefungen

3 - Messkonzept

Allgemeine Erläuterung zu Monitoring- und Messprogrammen

Die Begriffe Monitoring(programm) und Überwachung(sprogramm) werden in diesem Handbuch i.d.R. synonym benutzt. Zwischen den Richtlinien und Übereinkommen weicht die Nomenklatur allerdings z.T. voneinander ab.  Sofern ein spezifisches Programm einer Richtlinie angesprochen wird, wird versucht, dies auch ausdrücklich zu benennen, z.B. „MSRL-Monitoringprogramm“.

Im Sinne eines Baukastensystems bilden die nationalen MESSprogramme (Kapitel 3.2) die kleinste Einheit der Monitoringprogramme zum Meeresschutz. Sie beschreiben das Wer – wie – was – wo – und - wann?  der Meeresumweltüberwachung. Die Messprogramme können unterschiedlichen Überwachungsanforderungen dienen. So bedient zum Beispiel das Wasser-Messprogramm für Schadstoffe in der Ostsee sowohl die Monitoringanforderungen nach HELCOM als auch der MSRL.

Aufbauend auf diesen nationalen Messprogrammen folgt das MSRL-Monitoring, das Deutschland gemäß Art. 11 MSRL durchführt, einer eigenen Struktur (mit MSRL-Monitoring- und Subprogrammen), die hier als Überblick dargestellt wird.

3.1 Beschreibung des Messnetzes

Kombination aus punktuellen und flächendeckenden Untersuchungen.

3.2 Monitoring-Aktivitäten

Im Sinne eines Baukastensystems bilden die nationalen MESSprogramme (Kapitel 3.2) die kleinste Einheit der Monitoringprogramme zum Meeresschutz. Sie beschreiben das Wer – wie – was – wo – und - wann?  der Meeresumweltüberwachung. Die Messprogramme können unterschiedlichen Überwachungsanforderungen dienen. So bedient zum Beispiel das Wasser-Messprogramm für Schadstoffe in der Ostsee sowohl die Monitoringanforderungen nach HELCOM als auch der MSRL.

Aufbauend auf diesen nationalen Messprogrammen folgt das MSRL-Monitoring, das Deutschland gemäß Art. 11 MSRL durchführt, einer eigenen Struktur (mit MSRL-Monitoring- und Subprogrammen), die hier als Überblick dargestellt wird.

Hydroakustische Verfahren in Kombination mit Ground Truthing (Kern- und Greiferbeprobung) (Ostsee) (Messprogramm-Nr. 135)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • BfN
  • BSH
Beteiligte Institutionen
  • AWI
  • IOW
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.2012
Ende des Messprogramms 31.12.2017
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum

Das Messprogramm wird in 2 Phasen durchgeführt: Phase 1 2012-2014, Phase 2 2014-2017

Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer BAL
Meeresgewässerregion
  • Ausschließliche Wirtschaftszone
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion -
Prozentuale Abdeckung 40
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente

Meeresbodensubstrate

Weitere gemessene Parameter

Beschaffenheit und Struktur der Substrate, Korngrößenverteilung

Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
  • Belastung
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode

Seitensichtsonar, hochauflösendes Sedimentlot, Greiferproben mit anschließender Bestimmung der Korngrößenverteilung und Unterwasservideo

Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr 100
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr

die Probenzahl hängt stark von den Ergebnissen der hydroakustischen Karierung ab

Frequenz bei Bedarf
Beschreibung Frequenz -
Probenahme-Zyklus jährlich
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren
  • 4.1 Verbreitung und Fläche vorherrschender und besonderer Biotoptypen
  • 4.3 Kumulative Beeinträchtigungen vorherrschender und besonderer Biotoptypen
  • 4.2 Zustand vorherrschender und besonderer Biotoptypen
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Ostsee)
  • Meeresboden-Habitate - Verteilung und Ausdehnung
  • Meeresboden-Habitate - physikalisch/chemische Merkmale
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm

Es erfolgt eine flächendeckende hydroakustische Kartierung der Meeresbodensubstrate

HELCOM-Indikatoren
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Verbreitung, Verteilungsmuster und Größe benthischer Habitate
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status pre-core
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Cumulative impact on benthic biotopes
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status pre-core
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Populationsstruktur langlebiger makrozoobenthischer Arten
Bemerkung zum regionalen Status core
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift -
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status -
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Zustand der Weichbodengemeinschaften (BQI)
Bemerkung zum regionalen Status core
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Region
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand -
Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung einer URL zur Datenansicht
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz bei Bedarf
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz -
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte freier Zugriff
Link zu den Daten http://gdisrv.bsh.de/arcgis/services/SGE/SeabedSediments/MapServer/WMSServer
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff

WMS Kartendienst

Ergänzende Angaben zu den Daten -
Physikalische Merkmale und Verbreitung der Habitate im Sublitoral der Hoheitsgewässer in der Nordsee (Messprogramm-Nr. 106)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • LLUR
  • LKN-SH | NPV
Beteiligte Institutionen
  • Externe
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.2005
Ende des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum -
Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer ANS
Meeresgewässerregion
  • Hoheitsgewässer
  • Küstensgewässer (WRRL)
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion Entspricht der Zuständigkeit des Landes Schleswig Holstein
Prozentuale Abdeckung 100
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente Beschaffenheit und Struktur der Meeresbodensubstrate, Besiedlung des Meeresboden
Weitere gemessene Parameter Korngrößenverteilung, Verbreitung habitatbildender Arten
Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
  • Belastung
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode Hydroakustische Messungen (Sidescan Sonar und Sediment- und Fächerecholot), ergänzt durch Greiferproben und Unterwasservideo
Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr 100
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr Für diese Messungen lassen sich keine genauen Regelprobenzahlen angeben.
Frequenz bei Bedarf
Beschreibung Frequenz Die Messungen und Beprobungen werden in Abhängigkeit von Schiffsverfügbarkeit und Wettersituation in mehrtägigen Kampagnen durchgeführt.
Probenahme-Zyklus alle 6 Jahre
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren
  • 4.3 Physische Schädigung vorherrschender und besonderer Biotoptypen
  • 4.2 Zustand vorherrschender und besonderer Biotoptypen
  • 4.1 Verbreitung und Fläche vorherrschender und besonderer Biotoptypen
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Nordsee)
  • Meeresboden-Habitate - Verteilung und Ausdehnung
  • Meeresboden-Habitate - physikalisch/chemische Merkmale
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm -
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Subregion
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand -
Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung der Daten in einem nationalen Daten-Center
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz alle 6 Jahre
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz -
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte beschränkter Zugang durch spezfischen Nutzungsvertrag
Link zu den Daten -
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff -
Ergänzende Angaben zu den Daten -
Physikalische Merkmale und Verbreitung der Habitate in den Hoheitsgewässern der Ostsee (Messprogramm-Nr. 31)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • LLUR
Beteiligte Institutionen -
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.2005
Ende des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum -
Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer BAL
Meeresgewässerregion
  • Hoheitsgewässer
  • Küstensgewässer (WRRL)
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion

Entspricht der Zuständigkeit des Landes Schleswig Holstein

Prozentuale Abdeckung 100
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente

Beschaffenheit und Struktur der Meeresbodensubstrate, Besiedlung des Meeresboden

Weitere gemessene Parameter

Korngrößenverteilung, Verbreitung habitatbildender Arten

Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode

Hydroakustische Messungen (Sidescan Sonar und Sediment- und Fächerecholot), ergänzt durch Greiferproben und Unterwasservideo

Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr 100
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr

Für diese Messungen lassen sich keine genauen Regelprobenzahlen angeben.

Frequenz kontinuierlich
Beschreibung Frequenz

Die Messungen und Beprobungen werden in Abhängigkeit von Schiffsverfügbarkeit und Wettersituation in mehrtägigen Kampagnen durchgeführt.

Probenahme-Zyklus alle 6 Jahre
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren
  • 4.2 Zustand vorherrschender und besonderer Biotoptypen
  • 4.1 Verbreitung und Fläche vorherrschender und besonderer Biotoptypen
  • 20.3.1 Topografie/Bathymetrie
  • 4.3 Kumulative Beeinträchtigungen vorherrschender und besonderer Biotoptypen
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Ostsee)
  • Meeresboden-Habitate - Verteilung und Ausdehnung
  • Meeresboden-Habitate - physikalisch/chemische Merkmale
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm -
HELCOM-Indikatoren
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Populationsstruktur langlebiger makrozoobenthischer Arten
Bemerkung zum regionalen Status core
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift -
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status -
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Zustand der Weichbodengemeinschaften (BQI)
Bemerkung zum regionalen Status core
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Verbreitung, Verteilungsmuster und Größe benthischer Habitate
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status pre-core
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Cumulative impact on benthic biotopes
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status pre-core
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Region
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand -
Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung der Daten in einem nationalen Daten-Center
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz alle 6 Jahre
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz -
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte beschränkter Zugang durch spezfischen Nutzungsvertrag
Link zu den Daten -
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff -
Ergänzende Angaben zu den Daten -
Optische Fernerkundung der eulitoralen Habitate in Kombination mit Ground Truthing (Sedimente und Besiedlung) (Messprogramm-Nr. 30)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • LLUR
  • LKN-SH | NPV
Beteiligte Institutionen -
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.2004
Ende des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum -
Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer ANS
Meeresgewässerregion
  • Küstensgewässer (WRRL)
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion Es werden die trockenfallenden Gebiete des Wattenmeeres in den Küstengewässern der Nordsee überwacht.
Prozentuale Abdeckung 100
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente Beschaffenheit und Struktur der Meeresbodensubstrate, Besiedlung des Meeresbodens
Weitere gemessene Parameter Korngrößenverteilung, Verteilung habitatbildender Arten
Zweck des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode -
Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr 50
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr -
Frequenz bei Bedarf
Beschreibung Frequenz -
Probenahme-Zyklus alle 6 Jahre
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren
  • 4.2 Zustand vorherrschender und besonderer Biotoptypen
  • 4.1 Verbreitung und Fläche vorherrschender und besonderer Biotoptypen
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Nordsee)
  • Meeresboden-Habitate - Verteilung und Ausdehnung
  • Meeresboden-Habitate - physikalisch/chemische Merkmale
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm Die Sedimente und Besiedlungen der eulitoralen Wattflächen werden fächendeckend mit optischer Fernerkundung erfasst, klassifiziert und die Ergebnisse durch gezieltes Groundtruthing validiert.
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Subregion
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand -
Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung einer URL zur Datenansicht
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz alle 6 Jahre
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz -
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte freier Zugriff
Link zu den Daten -
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff -
Ergänzende Angaben zu den Daten -
Hydroakustische Verfahren in Kombination mit Ground Truthing (Kern- und Greiferbeprobung) (Nordsee) (Messprogramm-Nr. 29)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • BfN
  • BSH
Beteiligte Institutionen
  • AWI
  • Externe
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.2012
Ende des Messprogramms 31.12.2017
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum Das Messprogramm wird in 2 Phasen durchgeführt: Phase 1 2012-2014, Phase 2 2014-2017
Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer ANS
Meeresgewässerregion
  • Ausschließliche Wirtschaftszone
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion -
Prozentuale Abdeckung 40
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente Meeresbodensubstrate
Weitere gemessene Parameter Beschaffenheit und Struktur der Substrate, Korngrößenverteilung
Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
  • Belastung
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode Seitensichtsonar, hochauflösendes Sedimentlot, Greiferproben mit anschließender Bestimmung der Korngrößenverteilung und Unterwasservideo
Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr 100
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr die Probenzahl hängt stark von den Ergebnissen der hydroakustischen Karierung ab
Frequenz bei Bedarf
Beschreibung Frequenz -
Probenahme-Zyklus jährlich
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren
  • 4.1 Verbreitung und Fläche vorherrschender und besonderer Biotoptypen
  • 4.3 Physische Schädigung vorherrschender und besonderer Biotoptypen
  • 4.2 Zustand vorherrschender und besonderer Biotoptypen
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Nordsee)
  • Meeresboden-Habitate - Verteilung und Ausdehnung
  • Meeresboden-Habitate - physikalisch/chemische Merkmale
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm Es erfolgt eine flächendeckende hydroakustische Kartierung der Meeresbodensubstrate
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Subregion
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand -
Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung einer URL zur Datenansicht
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz bei Bedarf
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz -
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte freier Zugriff
Link zu den Daten http://gdisrv.bsh.de/arcgis/services/SGE/SeabedSediments/MapServer/WMSServer
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff WMS Kartendienst
Ergänzende Angaben zu den Daten -

4 - Bewertung

 

4.1 Nord- und Ostsee

Substratbewertung Nord- und Ostsee - Verteilung, Beschaffenheit und Struktur
Autor:

Fach-AG "Hydrographie, Hydrologie und Morphologie"

Richtlinie:
Bemerkung:

Die Beschaffenheit und Struktur der Substrate werden an Hand der Bewertungsmatrix der Fach-AG "Hydrographie, Hydrologie und Morphologie" bewertet.

MSRL Art. 9 "Guter Umweltzustand" (GES)
Richtlinie: Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie
Bemerkung:

Bis zum 15. Oktober 2012 waren auf der Grundlage der Anfangsbewertung (Art. 8 MSRL) und der sogenannten Deskriptoren (Anhang I MSRL) erstmals Merkmale für den guten Umweltzustand (GES) der deutschen Meeresbereiche zu beschreiben (Art. 9 MSRL).

Aufgrund der Datenlage und der beschränkten Anzahl an einsatzfähigen Bewertungs-Verfahren, -Kriterien und -Indikatoren war es im ersten Bericht noch nicht möglich, für alle MSRL-Themen spezifische Grenz- und Schwellenwerte (oder andere Quantifizierungen im Sinne eines GES) zu beschreiben.

Deshalb nimmt der Bericht von 2012 Bezug auf bestehende Zustandsbewertungen. Wichtige Grundlagen dazu liefern die WRRL und die FFH-RL und VRL der Europäischen Union. Darüber hinaus wurden die Arbeiten der regionalen Meeresschutzübereinkommen für Nordsee und Ostsee, OSPAR und HELCOM, u.a. herangezogen.

  • Informationen zu den deutschen Berichten Art. 8 - 10 MSRL (2012): hier
  • Beschreibung eines guten Umweltzustands für die deutsche Nordsee nach Artikel 9 MSRL (2012) Download
  • Beschreibung eines guten Umweltzustands für die deutsche Ostsee nach Artikel 9 MSRL (2012) Download
  • Übersicht der Deskriptoren zur Festlegung des guten Umweltzustands (Anhang I MSRL): hier
  • aktueller Entwickungsstand von "Indikatoren zur Bewertung des Zustands": hier

4.2 Nordsee

4.3 Ostsee

5 - Qualitätssicherung

Die am BLMP beteiligten Einrichtungen sind verpflichtet, in Eigenverantwortung Qualitätsmanagementsysteme in Anlehnung an die DIN EN ISO/IEC 17025 zu etablieren und aufrecht zu erhalten (ARGE BLMP-Beschluss 2006). Das beinhaltet die Durchführung sowohl interner als auch externer Qualitätssicherungsmaßnahmen zur Sicherstellung zuverlässiger und vergleichbarer Untersuchungsergebnisse. Dabei werden sie durch die Qualitätssicherungsstelle des BLMP am Umweltbundesamt ( QS-Stelle) unterstützt, die als unabhängige nicht direkt am Monitoring beteiligte Institution für die Koordinierung der Qualitätssicherungsmaßnahmen im Rahmen des BLMP zuständig ist. Die erforderlichen einrichtungsübergreifenden Abstimmungen erfolgen in der Arbeitsgruppe „Qualitätssicherung“ (AG QS), in der Experten aus Bund und Küstenländern vertreten sind. Durch enge Zusammenarbeit mit der AG ErBeM sowie deren Fach-Arbeitsgruppen ist die direkte Verbindung zu den messenden Einrichtungen gewährleistet.

Die QS-Stelle ist für die Erarbeitung von Handreichungen wie z.B. Leitlinien zur Methodenvalidierung und von Qualitätsmanagement-Musterdokumenten zuständig. Sie organisiert Workshops und führt Ringversuche zu den im Rahmen des BLMP eingesetzten Untersuchungsverfahren und Matrizes durch. Seit 2001 bietet die QS-Stelle den BLMP-Laboratorien auch die Durchführung externer Audits auf Grundlage der DIN EN ISO 17025 mit entsprechend geschultem Personal an.

 

Für externe QM-Maßnahmen werden Angebote folgender Anbieter genutzt:

  • QS-Stelle (des BLMP am UBA (Workshops, Ringversuche, erster Entwurf einer Artenliste, Normung bei DIN, CEN und ISO, Begleitung der Etablierung von QM-Systemen, Erarbeitung von Muster-SOPs, Durchführung von Audits))

 

 

5.2 Monitoring-Leitfäden

Folgende im Rahmen der europäischen Meeresschutzkonventionen von HELCOM und OSPAR erarbeiteten Leitlinien dienen als Grundlage für die Ausgestaltung und Qualitätssicherung des Messprogramms:
  • Working Group 2.4 - COAST: Common Implementation Strategy for the Water Framework Directive (2000/60/EC) - Transitional and Coastal Waters - Typology, Reference Conditions and Classification Systems

5.3 Normen

Die Anwendung validierter, d.h. für den vorgegebenen Zweck geeigneter Untersuchungsverfahren ist eine wesentliche Voraussetzung für die Qualitätssicherung in den messenden Einrichtungen. Auf folgende Normen, die regelmäßig überprüft und bei Bedarf dem aktuellen Stand der wissenschaftlich-technischen Entwicklung angepasst werden, wird zurückgegriffen:
  • DIN EN ISO/IEC 17025, 2005: Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien (ISO/IEC 17025: 2005); Deutsche und Englische Fassung EN ISO/IEC 17025: 2005.
  • DIN EN 14996, 2006: Wasserbeschaffenheit - Anleitung zur Qualitätssicherung biologischer und ökologischer Untersuchungsverfahren in der aquatischen Umwelt
  • WFD Reporting Summary Confidence (2000 Zeichen): Wurde bisher nicht ausgefüllt - wäre aber zukünftig wünschenswert!
  • WFD Reporting Summary Standards (2000 Zeichen): Die Erfassung der Sedimente entspricht dem Stand der Technik und wird mit vergleichbaren Methoden entsprechend der SOP Sedimentansprache und Korngrößenanalyse durchgeführt.

5.4 Aktivitäten

Handreichungen, Musterdokumente

Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über vorhandene QM-Dokumente und durchgeführte externe QM-Maßnahmen:
  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2008: Muster-Qualitätsmanagementhandbuch für Laboratorien des Bund/Länder-Messprogramms nach DIN EN ISO/IEC 17025, Version: 01 vom 01.02.2008, Umweltbundesamt.
 

Ringversuche

  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2013/14:
    Ringversuch "Korngrößenbestimmung, Biomassebestimmung und Sortierung/Artbestimmung/Zählung"; Anzahl der beteiligten Labore: 16, Bericht: Dezember 2014

Workshops, Schulungen

  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2007:
    Workshop "Akkreditierung von Laboratorien nach DIN EN ISO/IEC 17025"; 08.02.2007
  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2005:
    Workshop "Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025"; 31.11.2005

5.5 QS - Art. 11 MSRL

Hydroakustische Verfahren in Kombination mit Ground Truthing (Kern- und Greiferbeprobung) (Ostsee) (135)

Qualitätssicherung:Anderer Standard (spezifizieren)
Ergänzende Angaben zur Qualitätssicherung:

Kartieranleitung des BSH

Qualitätskontrolle:

Delayed mode validation on the data

Ergänzende Angaben zur Qualitätskontrolle:

Physikalische Merkmale und Verbreitung der Habitate im Sublitoral der Hoheitsgewässer in der Nordsee (106)

Qualitätssicherung:Unbekannt
Ergänzende Angaben zur Qualitätssicherung:

Qualitätskontrolle:

Real-time plus delayed mode validation on the data

Ergänzende Angaben zur Qualitätskontrolle:

Die hydroakustischen Messungen werden mit Greiferproben und Unterwasservideo validiert.

Physikalische Merkmale und Verbreitung der Habitate in den Hoheitsgewässern der Ostsee (31)

Qualitätssicherung:Unbekannt
Ergänzende Angaben zur Qualitätssicherung:

Qualitätskontrolle:

Real-time plus delayed mode validation on the data

Ergänzende Angaben zur Qualitätskontrolle:

Die hydroakustischen Messungen werden mit Greiferproben und Unterwasservideo validiert.

Optische Fernerkundung der eulitoralen Habitate in Kombination mit Ground Truthing (Sedimente und Besiedlung) (30)

Qualitätssicherung:Unbekannt
Ergänzende Angaben zur Qualitätssicherung:

Qualitätskontrolle:

Delayed mode validation on the data

Ergänzende Angaben zur Qualitätskontrolle:

Hydroakustische Verfahren in Kombination mit Ground Truthing (Kern- und Greiferbeprobung) (Nordsee) (29)

Qualitätssicherung:Anderer Standard (spezifizieren)
Ergänzende Angaben zur Qualitätssicherung:

Kartieranleitung des BSH

Qualitätskontrolle:

Delayed mode validation on the data

Ergänzende Angaben zur Qualitätskontrolle:

5.6 Entwicklungsbedarf

Folgende Prüfverfahren-SOPs sind in Vorbereitung:

  • "Sedimentansprache und Korngrößenverteilung"

Die beteiligten Einrichtungen streben den Aufbau und die Einführung einheitlicher QS-Standards durch die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO/IEC 17025 an (ARGE BLMP-Beschluss 2006), was im Idealfalle zur Akkreditierung der Einrichtungen führt. Bis 01.01.2012 soll die Etablierung der Qualitätsmanagementsysteme nach DIN EN ISO/IEC 17025 im Rahmen des BLMP abgeschlossen sein.

In diesem Zusammenhang soll neben der Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards (QM-System) auch erreicht werden, dass im Zuge der Erarbeitung von SOPs, die beteiligten Einrichtungen nach einer weitgehend gemeinsamen Vorschrift arbeiten. Deshalb wird in Ergänzung des Muster-Qualitätsmanagementhandbuchs eine Prüfverfahren-SOP "Sedimentansprache und Korngrößenverteilung" erarbeitet - Fertigstellung geplant für 1. Halbjahr 2010.

Das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO/IEC 17025 schließt folgende Punkte ein:

  • dokumentierte Validierung/Verifizierung der eingesetzten Untersuchungsmethoden zur Ermittlung der Verfahrenskenndaten,
  • Vorhaltung von Referenz- und Vergleichssammlungen
  • die Qualifikation und regelmäßige Schulung des Personals bezüglich der eingesetzten Verfahren,
  • die regelmäßige Durchführung von internen und externen Audits,
  • die regelmäßige Teilnahme an nationalen und internationalen Laborvergleichen, Ringversuchen, Schulungen und Workshops sowie deren Auswertung.