Kennblätter

Phytoplankton (6) (Kennblatt-Nr. 6) (Stand: 03.07.2015 )

1 - Allgemeines

In diesem Kapitel werden das Kennblatt-Thema als auch die zuständigen Institutionen und Fach-Arbeitsgruppen bzw. Expertenkreise benannt.

1.1 Themenbereich

Biologisches Monitoring - Flora

1.2 Definition

Zusammensetzung und Biomasse aller im Wasser schwebenden pflanzlichen Lebewesen, die keine oder nur eine geringe Eigenbewegung haben, so dass Ortsveränderungen - insbesondere in horizontaler Richtung - ausschließlich oder ganz überwiegend durch Wasserströmungen erfolgen.

Phytoplankton-Chaetoceros_decipiens_IOW-Wasmund.jpg

1.3 Zuständige Behörde(n)

Bund/Länder* verantwortliche   Behörden
Bund  
Bremen SKUMS HB
Hamburg BUE HH
Mecklenburg-Vorpommern LUNG MV
Niedersachsen NLPV NI , NLWKN
Schleswig-Holstein LKN.SH / NPV , LLUR SH

* An der gemeinschaftlichen, föderalen Umsetzung der Aufgaben des Meeresschutzes sind folgende Ministerien von Bund und Küstenländern beteiligt:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen (SKUMS HB)
  • Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg (BUE HH)
  • Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern (LU MV)
  • Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU NI)
  • Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND SH)

1.4 Arbeitsgruppe

Fach-Arbeitsgruppe Eutrophierung, Nährstoffe und Plankton (Fach-AG EuNäP)

2 - Überwachungsanforderungen, Umweltziele und Gefährdungen

Im Rahmen der Meeresumweltüberwachung sind die bestehenden Anforderungen von EU-Richtlinien, regionalen Abkommen und rechtlichen Vorgaben (nationale und länderspezifische Gesetzgebung) zu berücksichtigen. Neben allgemeinen Anforderungen (Kap. 2.1) gelten themenbezogen spezifische Mindestanforderungen (Kap. 2.2) an das Monitoring. Es erfolgt eine Zuordnung zum räumlichen Geltungsbereich der Richtlinien sowie zu den übergeordneten nationalen Umweltzielen. Störungen und Beeinflussungen werden unter Gefährdung (Kap. 2.3) benannt.

Fachliche Notwendigkeit

2.1 Allgemeine Anforderungen und rechtliche Vorgaben

MSRL

Die Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Meeresumwelt (Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, MSRL) bildet die Umweltsäule der EU-Meerespolitik und erstellt eine thematische Strategie für den Schutz und die Erhaltung der europäischen Meeresumwelt. Ziel ist es, saubere, gesunde und produktive Meere und deren biologische Vielfalt langfristig zu bewahren bzw., wo durchführbar und nötig, wieder herzustellen.

Die MSRL trat 2008 in Kraft und gibt den Rahmen vor, in dem die Mitgliedstaaten die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um bis 2020 einen guten Zustand der Meeresumwelt zu erreichen oder zu erhalten. Eine Verschlechterung des Zustandes ist zu verhindern. Die sechsjährigen Managementzyklen der MSRL umfassen folgende Schritte:

  • Erfassung des aktuellen Zustands der Meeresgewässer nach Art. 8 MSRL
  • Beschreibung des guten Umweltzustands (Good Environmental Status, GES) nach Art. 9 MSRL
  • Festlegung von Umweltzielen zur Erreichung des GES nach Art. 10 MSRL
  • Erstellung von Überwachungsprogrammen nach Art. 11 MSRL
  • Erstellung von Maßnahmenprogrammen nach Art. 13 MSRL

Verpflichtungen aus anderen internationalen, regionalen und EU-Regelungen sind zu berücksichtigen. Das Monitoring gemäß Art. 11 MSRL erfolgt entsprechend einer eigenen Systematik. Die Monitoringstrategien und -programme sind Berichtsebenen, die ein vergleichbares EU-weites Reporting gewährleisten sollen, während die Messprogramme die eigentlichen Mess- und Beobachtungsaktivitäten beinhalten.

 

WRRL

Die Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik (Wasserrahmenrichtlinie, WRRL) trat im Jahr 2000 in Kraft und bündelt vielzählige Einzelrichtlinien des Wasserrechts. Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist der gute chemische Zustand und gute ökologische Zustand bzw. Potential der Gewässer, ein Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot für den Gewässerzustand, nachhaltige Wassernutzung und Schutz der Wasserressourcen sowie Schutz vor Überschwemmungen und Dürren.

Die WRRL wird in Deutschland durch das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und die Wassergesetze der Länder sowie die Oberflächengewässerverordnung (OGewV) und die Grundwasserverordnung (GrwV) umgesetzt. Die Richtlinie gilt u.a. für die Oberflächengewässer einschließlich der Übergangs- und Küstengewässer.

Das Ziel zur Erreichung des guten ökologischen Zustandes bis 2027 wird in drei Bewirtschaftungszyklen mithilfe von Maßnahmenprogrammen und Bewirtschaftungsplänen umgesetzt. Durch die Gewässerüberwachung und -bewertung werden die umgesetzten Maßnahmen überprüft.

Bei den Überwachungsprogrammen der Oberflächengewässer nach Anhang V WRRL wird unterschieden in Programme zur „überblicksweisen Überwachung", zur „operativen Überwachung" und zur „Überwachung zu Ermittlungszwecken" (siehe z.B. Überwachungsprogramm  Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern).

HELCOM

In der geltenden Fassung legt das zwischenstaatliche Helsinki-Übereinkommen die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit der neun Ostseeanrainerstaaten und der EU bei der Vermeidung bzw. Bewältigung der Verschmutzung der Ostsee und der Erhaltung und Wiederherstellung ihres ökologischen Gleichgewichts fest. Die Vertragsstaaten kooperieren über die Helsinki-Kommission (HELCOM) auf den Gebieten Monitoring, Bewertung, Maßnahmen und Forschung zu den Themen: Biodiversität und Ökosysteme, Landwirtschaft, Fischerei, Schutzgebiete, Abfälle und Lärm, Stoffeinträge, Raumplanung und Schifffahrt. Im Rahmen des Übereinkommens können Empfehlungen und andere Vereinbarungen verabschiedet werden, zu deren Umsetzung sich die Vertragsstaaten verpflichten.

Baltic Sea Action Plan

Der HELCOM Ostseeaktionsplan (HELCOM Baltic Sea Action Plan, BSAP) wurde 2007 von den Umweltministern der Ostseeanliegerstaaten verabschiedet. Ein konkreter Katalog benennt Maßnahmen, Verantwortliche und Zeithorizonte, um bis 2021 einen guten ökologischen Zustand der Ostsee zu erreichen.

Die vier thematischen Bereiche Eutrophierung, Biodiversität, gefährliche Stoffe und maritime Aktivitäten spiegeln die wesentlichen Belastungen/Belastungsquellen des Ökosystems Ostsee wider. Bis 2021 ist eine Überarbeitung des BSAP vorgesehen.

HELCOM Monitoring Manual

Die HELCOM Monitoring und Assessment Strategie wurde 2013 überarbeitet, um die Anforderungen des BSAP und der MSRL erfüllen zu können. Ab 2016 werden die bestehenden HELCOM manuals und HELCOM guidelines im Monitoring-Handbuch (HELCOM Monitoring Manual) zusammengefasst.

OSPAR

In der geltenden Fassung legt das OSPAR-Übereinkommen die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit der Anrainerstaaten und der EU bei der Vermeidung bzw. Bewältigung der Verschmutzung des Nordostatlantiks und der Erhaltung und Wiederherstellung der Meeresökosysteme fest. Die 15 Vertragsstaaten kooperieren über die OSPAR-Kommission auf den Gebieten Monitoring, Bewertung, Maßnahmen und Forschung zu den Bereichen Biodiversität und Ökosysteme, menschliche Aktivitäten, Schadstoffe und Eutrophierung, Offshore-Industrie, radioaktive Substanzen und Querschnittsthemen. Im Rahmen des Übereinkommens können Empfehlungen, rechtsverbindliche Beschlüsse und andere Vereinbarungen verabschiedet werden, zu deren Umsetzung sich die Vertragsstaaten verpflichten.

OSPARs JAMP (Joint Assessment and Monitoring Programme) beschreibt die Überwachungs-Strategie, Themen und Produkte zu Monitoring und Überwachung, die für die OSPAR-Mitgliedstaaten festgelegt sind. Die überarbeitete Version gilt für 2014-2023.

OSPARs CEMP (Coordinated Environmental Monitoring Programme) zielt auf die Erfassung vergleichbarer Daten der OSPAR-Meeresregion ab, um diese zur Bewertung verschiedener Themenbereiche nach JAMP nutzen zu können. Die CEMP-Guidelines enthalten Vorgaben zu vereinbarten Überwachungs- und Bewertungsmethoden. Einige der bestehenden Guidelines befinden sich in Überarbeitung bzw. Überprüfung.

TWSC

Die Trilaterale Wattenmeerzusammenarbeit zum Schutz des Wattenmeeres (Trilateral Wadden Sea Cooperation, TWSC) basiert auf der gemeinsamen Erklärung der Umweltminister aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden, welche 1982 unterzeichnet und im Jahr 2010 aktualisiert wurde (Joint Declaration on the Protection of the Wadden Sea). Die grenzüberschreitende, ökosystembasierte Kooperation war Grundvoraussetzung für die Anerkennung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe nach der Welterbekonvention.

Die drei Anrainerstaaten des Wattenmeeres kooperieren u.a. auf den Gebieten Monitoring, Bewertung, Maßnahmen, Forschung und Umweltbildung. Ziel ist es, ein weitgehend natürliches und ungestörtes Ökosystem Wattenmeer zu erhalten. Neben der Gewährleistung des Küstenschutzes wird der Dialog mit allen Nutzern und Interessengruppen gepflegt und gefördert.

Eckpunkte für ein gemeinsames Management, welches sowohl gemeinsam als auch eigenverantwortlich umgesetzt wird, sind im Wattenmeerplan 2010 enthalten.  

Für eine Bewertung der Umsetzung und des Erfolges von ergriffenen Maßnahmen wird das Trilaterale Monitoring- und Bewertungsprogramm (Trilateral Monitoring and Assessment Program, TMAP) durchgeführt. Basierend auf dem TMAP werden regelmäßig Berichte über den aktuellen ökologischen Zustand des Wattenmeeres (Quality Status Report, QSR) erstellt. Darin werden Zustandsänderungen und mögliche Ursachen benannt sowie Maßnahmen inkl. Wirksamkeitsanalyse angegeben.

Räumliche Zuordnung der Richtlinien

AWZ 12-sm-Zone Küstengewässer 1) Übergangsgewässer
MSRL x x x -
WRRL - - x x
HELCOM x x x -
OSPAR x x x x
TWSC - - x x

1) bei WRRL: Basislinie plus eine Seemeile

2.2 spezifische Anforderungen und Umweltziele

MSRL

MSRL - Artikel 11 (Überwachungsprogramme)

 

"Die Mitgliedstaaten erstellen auf der Grundlage der nach Artikel 8 Absatz 1 vorgenommenen Anfangsbewertung unter Bezugnahme auf die gemäß Artikel 10 festgelegten Umweltziele und gestützt auf die indikativen Listen in Anhang III sowie auf die Liste in Anhang V koordinierte Überwachungsprogramme für die laufende Bewertung des Umweltzustands ihrer Meeresgewässer und führen sie durch."

Zur Beschreibung der biologischen Gemeinschaften der vorherrschenden Lebensräume in der Wassersäule werden laut MSRL (Anhang III) Informationen über die Phytoplanktongemeinschaften einschließlich der Arten und der jahreszeitlichen und geografischen Variabilität benötigt.

Diese aus dem entsprechenden Überwachungsprogramm erhaltenen Informationen fließen in die Bewertung des Umweltzustandes ein, wobei die in Anhang I aufgeführten qualitativen Deskriptoren zugrunde zu legen sind. Phytoplankton sollte bei folgenden Deskriptoren berücksichtigt werden:

  • biolgische Vielfalt (D1)
  • nicht einheimische Arten (D2)
  • Nahrungsnetze (D4)
  • Eutrophierung (D5) 

 

Für Phytoplankton gibt es kein spezifischen Umweltziel gemäß Artikel 10. Die Ergebnisse der Phytoplanktonüberwachung sollten jedoch bei der Beurteilung der Umweltziele zu oben genannten Deskriptoren berücksichtigt werden.

WRRL

Der gute ökologische Zustand wird für Übergangs- und Küstengewässer wie folgt definiert (Siehe WRRL Anhang V, Abschnitte 1.2.3 und 1.2.4):

1. Übergangsgewässer:

Geringfügige Abweichungen bei Zusammensetzung und Abundanz der phytoplanktonischen Taxa.

2. Küstengewässer:

"Zusammensetzung und Abundanz der phytoplanktonischen Taxa zeigen geringfügige Störungsanzeichen."

Weiter heißt es für Übergangs- und Küstengewässer:

"Die Biomasse weicht geringfügig von den typspezifischen Bedingungen ab. Diese Abweichungen deuten nicht auf ein beschleunigtes Wachstum von Algen hin, das das Gleichgewicht der in dem Gewässer vorhandenen Organismen oder die physikalisch-chemische Qualität des Wassers in unerwünschter Weise stören würde.

Es kann zu einem leichten Anstieg der Häufigkeit und Intensität der typspezifischen Planktonblüten kommen."

WRRL - Artikel 8, Absatz 1:

Gemäß der WRRL muss das Phytoplankton als Qualitätskomponente im Rahmen der überblicksweisen Überwachung in Übergangs- und Küstengewässern untersucht werden und zwar mindestens alle 6 Monate (Anhang V, Absatz 1.3.4). Im Rahmen der operativen Überwachung stellt das Phytoplankton einen wichtigen Indikator für Eutrophierungseffekte dar.

 

HELCOM

HELCOM - Baltic Sea Action Plan

Im November 2007 wurde der Baltic Sea Action Plan (BSAP) beschlossen, der auf das Erreichen eines guten ökologischen Zustandes in der Ostsee bis zum Jahre 2021 abzielt. Dieser wurde 2013 aktualisiert, HELCOM wird seine langjährigen Aktivitäten zur Identifizierung, Überwachung und Bekämpfung schädlicher Einflüsse auf die Umweltqualität im Bereich der Ostsee fortsetzen.

Der BSAP setzt im Rahmen eines ökosystemaren Ansatzes spezifische "ecological quality objectives", die erreicht werden sollen.

Bei den Zielen zur Eutrophieurung und zu maritimen Aktivitäten finden die Ergebnisse der Phytoplankton-Überwachung bei folgenden Unterzielen Eingang:

  • clear water
  • natural level of algal blooms
  • natural distribution and occurence of plants and animals
  • No introductions of alien species from ships

Siehe http://helcom.fi/baltic-sea-action-plan

 

weitere Informationen zum regional koordinierten HELCOM Phytoplankton-Monitoring finden sich hier:

http://www.helcom.fi/action-areas/monitoring-and-assessment/monitoring-manual/phytoplankton/species-composition-abundance-and-biomass

 

HELCOM - Programme on Eutrophication and its Effects

Phytoplankton, gemessen als Chlorophyll a, zählt zu den verpflichtenden Kernindikatoren (core indicators) des "HELCOM Eutrophication Assessment Tools" (HEAT), das zur Bewertung des Eutrophierungszustands in der Ostsee genutzt wird.

 

 

Im HELCOM Monitoring Manual werden die Themen dieses Kennblattes unter dem folgenden Programmpunkt (programme topic) betrachtet: Phytoplankton

OSPAR

Eutrophication strategy

In Übereinstimmung mit den allgemeinen Zielen von OSPAR soll die Eutrophierung verhindert und bis 2020 eine gesunde Meeresumwelt erreicht und erhalten werden, in der keine Eutrophierung mehr auftritt.

Common Procedure

Allgemeines Verfahren (Common Procedure; OSPAR agreement 2013-8) für die Bestimmung des Eutrophierungszustandes der OSPAR-Meeresregion.

DIe Überwachung des Eutrophierungszustandes des OSPAR-Gebietes erfolgt:

"Problem areas" und "potential problem areas": jedes Jahr
"Non problem areas" alle drei Jahre

In allen Regionen, die als (potentielle) Problemgebiete im Hinblick auf die Eutrophierung identifiziert wurden, muss die Comprehensive Procedure umgesetzt werden. Chlorophyll a und Phytoplankton-Indikatorarten (Anhang 7a) zählen als direkte Effekte (Kategorie II) durch Nährstoffanreicherung zu den verpflichtenden Parametern der COMP.

TWSC

Trilateral Monitoring and Assessment Programme (TMAP)

Im TMAP werden die Monitoringaktivitäten von den Niederlanden, Dänemark und Deuschland für das Wattenmeergebiet gebündelt. Die trilaterale Zusammarbeit hat sich zum Ziel gesetzt, "ein Wattenmeer, welches im Hinblick auf Eutrophierung als Nicht-Problemgebiet bezeichnet werden kann" zu erreichen. Die Beschreibung des Status Problemgebiet / Nicht-Problemgebiet richtet sich dabei nach der Common Procedure von OSPAR (Chlorophyll a, Indikatorarten).

Das "Common Package" berücksichtigt daher folgende Parameter für das Phytoplankton:

  • Artzusammensetzung, Abundanzen dominanter und ausgewählter Arten nach den "OSPAR-JAMP eutrophication monitoring guidelines: Phytoplankton species composition",
  • Biomasse über Chlorophyll a (JAMP guidelines)

Die Untersuchungen werden zur Beschreibung des Eutrophierungsstatus benötigt.

Siehe auch http://www.waddensea-secretariat.org/monitoring-tmap/about-tmap

2.3 Gefährdung

Phytoplanktongemeinschaften werden durch folgende, auf menschliche Aktivitäten zurückzuführende Umweltbedingungen beeinflusst:

  • Eutrophierung
  • Ballastwasser (Einschleppung fremder Arten)
  • Klimawandel
  • Versauerung
  • Einleitung von organischen und anorganischen Schadstoffen

3 - Messkonzept

In Kapitel 3 wird die Überwachung aller Meeres-, Küsten- und Übergangsgewässer entsprechend den Anforderungen nach u.a. MSRL, WRRL, FFH-RL, VRL, OSPAR, HELCOM und TWSC dargestellt. Die Beschreibung des Messkonzepts enthält die Messparameter mit Methoden und Standards zur Datenerhebung, die räumliche und zeitliche Auflösung des Messnetzes und Angaben zur Datenhaltung bzw. –verfügbarkeit.

Die nationalen Messprogramme (Kapitel 3.2) bilden im Sinne eines Baukastensystems die kleinste Einheit in der Meeresumweltüberwachung und beschreiben das Wer – wie – was – wo – und - wann. Die Messprogramme können unterschiedlichen Überwachungsanforderungen dienen. So bedient z.B. das Wasser-Messprogramm für Schadstoffe in der Ostsee  sowohl die Monitoringanforderungen nach HELCOM als auch der MSRL.

Aufbauend auf diesen nationalen Messprogrammen folgt das MSRL-Monitoring einer eigenen Struktur mit Monitoringstrategien (in der 1. Berichtsperiode: Monitoringprogramme) und Monitoringprogrammen (in der 1. Berichtsperiode: Subprogramme), die  dargestellt wird. Die Monitoringstrategien und Monitoringprogramme sind dabei Berichtsebenen, die eine vergleichbare EU-weite Berichtserstattung gewährleiten sollen.

3.1 Beschreibung des Messnetzes



Nordsee

Die Phytoplanktonüberwachung der Küstengewässer wird durchgeführt durch die Institutionen NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) vor Niedersachen, LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) vor Schleswig-Holstein und (2008 - 2011) vom IOW (Institut für Ostseeforschung Warnemünde im Auftrag des BSH) Küstengewässer und Deutsche Bucht.

Abbildung 2: Karte mit den Stationen, an denen Phytoplankton in der Nordsee überwacht werden soll. Abbildung 2 als PDF-Dokument Abbildung 3: Karte mit den Stationen, an denen Phytoplankton und die Nährstoffe in der Nordsee überwacht werden sollen. Abbildung 3 als PDF-Dokument


Ostsee

Die Phytoplanktonüberwachung der Küstengewässer wird durchgeführt durch die Institutionen LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) vor Schleswig-Holstein und LUNG (Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie) vor Mecklenburg Vorpommern.

Das Monitoring in der offenen Ostsee (deutsche AWZ) wird durch das IOW (Institut für Ostseeforschung Warnemünde) im Auftrage des BSH im Rahmen des HELCOM-Monitoring durchgeführt.

Abbildung 4: Karte mit den Stationen, an denen Phytoplankton in der Ostsee überwacht werden soll. Abbildung 4 als PDF-Dokument

 

[Kartenentwurf Nordsee 2020]

[Kartenentwurf Ostsee 2020]

3.2 Monitoring-Aktivitäten

Phytoplankton – Artenzusammensetzung, Abundanz, Biomasse (Ostsee) (Messprogramm-Nr. 41)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • LUNG MV
  • BSH
  • LLUR SH
Beteiligte Institutionen
  • IOW
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.1979
Ende des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum

HELCOM begann 1979

Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer BAL
Meeresgewässerregion
  • Ausschließliche Wirtschaftszone
  • Hoheitsgewässer
  • Küstensgewässer (WRRL)
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion

keine Angabe vorhanden!!

Prozentuale Abdeckung 100
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente

Phytoplankton

Weitere gemessene Parameter -
Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode

BLMP (2009) Prüfverfahren-SOP: Phytoplankton-Untersuchungen in Oberflächengewässern der Küste (qualitativ und quantitativ). Muster-Standardarbeitsanweisung für Laboratorien des Bund/Länder Messprogramms. Version 1, 69 S.

Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs BLMP (2009) Prüfverfahren-SOP http://www.helcom.fi/Documents/Action%20areas/Monitoring%20and%20assessment/Manuals%20and%20Guidelines/Manual%20for%20Marine%20Monitoring%20in%20the%20COMBINE%20Programme%20of%20HELCOM.pdf
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr -
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr

>100 Beim Monitoring der offenen See (BSH-finanziert, hauptsächlich Bereich der AWZ) Zielwert von 55 Probenahmen, meist aus je 2 Tiefen, also insgesamt maximal 110 Proben pro Jahr. Monitoring der Küstengewässer MV: ca. 100 Proben pro Jahr. Monitoring der Küstengewässer SH ca 180 Proben pro Jahr.

Frequenz andere
Ergänzende Angaben zur Frequenz bzw. Zyklus oder Häufigkeit

Beim Monitoring der offenen See (BSH-finanziert, hauptsächlich Bereich der AWZ) 5 Seereisen pro Jahr. Monitoring der Küstengewässer MV: März bis Oktober, monatlich. Monitoring der Küstengewässer SH: monatlich bis 2monatlich

Probenahme-Zyklus jährlich
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren (Art. 11 - Reporting 2014)
  • 6.2.1 Phytoplankton Primärproduktion
  • 5.2.1 Phytoplankton (Verhältnis Kieselalgen zu Flagellaten)
  • 5.1.1 Phytoplankton
  • 7.1.1 Einwanderungsraten nicht-einheimischer Arten (im definierten Zeitraum)
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Ostsee)
  • Nicht-einheimische Arten - Abundanz und/oder Biomasse
  • Pelagische Habitate - Merkmale der Artengemeinschaften
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm -
HELCOM-Indikatoren
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Diatomeen/Dinoflagellaten-Index
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status pre-core
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Ansammlung phytoplanktischer Artengruppen auf Grund von Umweltfaktoren
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status candidate
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift -
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status -
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Seasonal succession of dominating phytoplankton groups (vorher: Phytoplankton taxonomic diversity)
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status pre-core
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Trends in der Ankunft von neuen heimischen Arten
Bemerkung zum regionalen Status core
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Andere (spezifizieren)
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand

Die Daten werden primär auf Stationsbasis belassen und können seegebietsweise zusammengefasst werden.

Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung der Daten in einem internationalem Daten-Center (z.B. RSC, ICES, EEA, EMODnet)
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz unbekannt
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz -
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte freier Zugriff
Link zu den Daten -
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff -
Ergänzende Angaben zu den Daten -
Phytoplankton – Artenzusammensetzung, Abundanz, Biomasse (Nordsee) (Messprogramm-Nr. 40)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • LLUR SH
  • NLWKN
  • BSH
Beteiligte Institutionen
  • IOW
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.2008
Ende des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum

2008 (BSH), 2005 (NLWKN), 2006 (LLUR) 2011 (BSH) Für viele der beprobten Stationen im niedersächsischen Wattenmeer liegen bereits seit 1987 Daten eines küstennahen Transektes (Ems bis Elbe) vor. Die Station auf Norderney sowie die Station in Wilhelmshaven werden seit 1994 beprobt. Für die schleswig-holsteinischen Küstengewässer liegen für einige der Stationen Daten ab 2000 vor. IOW (führte bis 2011 das biologische Monitoring in der AWZ im Auftrag des BSH durch. Dieses liegt seitdem brach.)

Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer ANS
Meeresgewässerregion
  • Ausschließliche Wirtschaftszone
  • Hoheitsgewässer
  • Küstensgewässer (WRRL)
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion

Keine Angabe gemacht!!

Prozentuale Abdeckung 100
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente

Phytoplankton

Weitere gemessene Parameter -
Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode

BLMP (2009) Prüfverfahren-SOP: Phytoplankton-Untersuchungen in Oberflächengewässern der Küste (qualitativ und quantitativ). Muster-Standardarbeitsanweisung für Laboratorien des Bund/Länder Messprogramms. Version 1, 69 S.

Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs BLMP (2009) Prüfverfahren-SOP http://fino.bsh.de/blmpweb/kennblatt?id=3&kapitel=5&html=on
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr -
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr

>100

Frequenz andere
Ergänzende Angaben zur Frequenz bzw. Zyklus oder Häufigkeit

Küstengewässer Schleswig-Holstein: 14-tägig bis monatlich; Küstengewässer Niedersachsen: Je nach Station wöchentlich, 14-tägig oder monatlich ; Küstengewässer Schleswig-Holstein: 14-tägig bis monatlich; Küstengewässer Niedersachsen: Je nach Station wöchentlich, 14-tägig oder monatlich ; offene See: 3-4 mal pro Jahr (Jan., März, Aug./Sept. Okt./Nov.) (BSH) drezeit nicht

Probenahme-Zyklus jährlich
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren (Art. 11 - Reporting 2014)
  • 10.1.3 Artenverschiebung in der Florazusammensetzung
  • 7.1.1 Einwanderungsraten nicht-einheimischer Arten (im definierten Zeitraum)
  • 6.2.1 Phytoplankton (in taxonomischen Gruppen)
  • 5.2.1 Phytoplankton (Verhältnis Kieselalgen zu Flagellaten)
  • 5.1.1 Phytoplankton
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Nordsee)
  • Nicht-einheimische Arten - Abundanz und/oder Biomasse
  • Pelagische Habitate - Merkmale der Artengemeinschaften
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm -
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Andere (spezifizieren)
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand

Die Daten werden primär auf Stationsbasis belassen und können seegebietsweise zusammengefasst werden.

Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung der Daten in einem internationalem Daten-Center (z.B. RSC, ICES, EEA, EMODnet)
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz unbekannt
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz -
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte freier Zugriff
Link zu den Daten -
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff -
Ergänzende Angaben zu den Daten -
Phytoplankton – Chlorophyll a und Blüten (Ostsee) (Messprogramm-Nr. 39)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • LLUR SH
  • LUNG MV
  • BSH
Beteiligte Institutionen
  • IOW
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.1979
Ende des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum Die Messungen im Rahmen von HELCOM begannen 1979.
Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer BAL
Meeresgewässerregion
  • Ausschließliche Wirtschaftszone
  • Hoheitsgewässer
  • Küstensgewässer (WRRL)
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion Gemäß Verpflichtungen WRRL, MSRL, HELCOM, BLMP/BLANO (Bund/Länder-Messprogramm / Bund/Länder-Ausschuss Nord- und Ostsee)
Prozentuale Abdeckung 100
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente Phytoplankton
Weitere gemessene Parameter Das Auftreten von Blüten kann über die Abundanzen bzw. Biomassewerte abgeschätzt werden.
Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode -
Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs HELCOM COMBINE manual http://www.helcom.fi/action-areas/monitoring-and-assessment/manuals-and-guidelines/combine-manual
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr -
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr >100 Beim Monitoring der offenen See (BSH-finanziert, hauptsächlich Bereich der AWZ) Zielwert von 55 Probenahmen, meist aus je 2 Tiefen, also insgesamt maximal 110 Proben pro Jahr. Monitoring der Küstengewässer MV: ca. 100 Proben pro Jahr. Monitoring der Küstengewässer SH ca 180 Proben pro Jahr.
Frequenz andere
Ergänzende Angaben zur Frequenz bzw. Zyklus oder Häufigkeit Beim Monitoring der offenen See (BSH-finanziert, hauptsächlich Bereich der AWZ) 5 Seereisen pro Jahr. Monitoring der Küstengewässer MV: März bis Oktober, monatlich. Monitoring der Küstengewässer SH: monatlich bis 2monatlich.
Probenahme-Zyklus jährlich
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren (Art. 11 - Reporting 2014)
  • 10.1.1 Chlorophyll-Konzentration
  • 6.2.1 Phytoplankton Primärproduktion
  • 5.1.1 Phytoplankton
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Ostsee)
  • Planktonblüten (Biomasse, Frequenz)
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm -
HELCOM-Indikatoren
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Chlorophyll a - Konzentration
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status core
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Ansammlung phytoplanktischer Artengruppen auf Grund von Umweltfaktoren
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status candidate
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift -
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status -
Name des Indikator-Texts/der Kapitel-Überschrift Seasonal succession of dominating phytoplankton groups (vorher: Phytoplankton taxonomic diversity)
Download-Link bei den regionalen Konventionen -
Bemerkung zum regionalen Status pre-core
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Andere (spezifizieren)
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand Die Daten werden primär auf Stationsbasis belassen und können seegebietsweise zusammengefasst werden.
Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung der Daten in einem internationalem Daten-Center (z.B. RSC, ICES, EEA, EMODnet)
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz andere
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz -
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte freier Zugriff
Link zu den Daten -
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff -
Ergänzende Angaben zu den Daten -
Phytoplankton – Chlorophyll a und Blüten (Nordsee) (Messprogramm-Nr. 38)
Allgemeine Informationen
Messende Institute
Zuständige Institutionen
  • BSH
  • LLUR SH
  • NLWKN
Beteiligte Institutionen
  • IOW
Institutionen Zusatzangaben -
Zeitraum
Beginn des Messprogramms 01.01.2008
Ende des Messprogramms -
Ergänzende Angaben zum Messprogramm-Zeitraum 2008-2011 (IOW i.A. des BSH), seit 2013 (BSH), seit 2006 (LLUR), seit 2005 (NLWKN) Für einzelne Stationen liegen schon deutlich längere Messreihen vor. Zuständigkeit BSH aufgrund fehlendem biologischen Monitoring in der AWZ nicht klar
Räumliche Abdeckung
Meeresgewässer ANS
Meeresgewässerregion
  • Ausschließliche Wirtschaftszone
  • Hoheitsgewässer
  • Küstensgewässer (WRRL)
Beschreibung für die Auswahl der Meeresregion Gemäß Verpflichtungen WRRL, MSRL, OSPAR, BLMP/BLANO (Bund/Länder-Messprogramm / Bund/Länder-Ausschuss Nord- und Ostsee)
Prozentuale Abdeckung 100
Gegenstand des Monitoring
Überwachte Elemente Phytoplankton. Für die Bewertung werden folgende Parameter zusätzlich benötigt:•Gesamtphosphor (TP)•Gesamtstickstoff (TN)•NH4•NO2•NO3•PO4•Salzgehalt•Sauerstoffgehalt•Schichtungsverhältnisse (Temp., Salzgehalt)•Secchi-Tiefe•SiO4•Stoffeinträge (Flüsse, Atmosphäre)•Temperatur•abfiltrierbare Stoffe (Schwebstoff)•gesamter organischer Kohlenstoff (TOC)•pH-Wert•partikulärer Stickstoff (PON)•partikulärer organischer Phosphor (POP)*
Weitere gemessene Parameter Das Auftreten von Phytoplankton-Blüten kann über die Abundanzen bzw. Biomassewerte abgeschätzt werden. Im Sommer in einigen Gebieten spezielle Programme zur Überwachung von Blüten.
Zweck des Messprogramms
  • Umweltzustand und Auswirkungen
Ergänzende Angaben zum Zweck des Messprogramms -
Methodenbeschreibung einschl. Probenahme-Methode
Probenahme-Methode -
Beschreibung Probenahme-Methode DIN 38412 (L16) Bestimmung des Chlorophyll-a-Gehaltes (1985/12); ISO 10260; DIN EN 14996
Probenahme-Methode (URL) -
Tabelle Methoden-URLs
Probenahme-Intervalle
Probenanzahl pro Jahr -
Ergänzende Angaben zur Probenanzahl pro Jahr >100
Frequenz andere
Ergänzende Angaben zur Frequenz bzw. Zyklus oder Häufigkeit Küstengewässer Schleswig-Holstein: 14-tägig bis monatlich; Küstengewässer Niedersachsen: Je nach Station wöchentlich, 14-tägig oder monatlich ; offene See: 3-4 mal pro Jahr (Jan., März, Aug./Sept. Okt./Nov.) (BSH)
Probenahme-Zyklus jährlich
Richtlinien spezifische Anforderungen
MSRL
Bezug zu Elementen des Annex III -
Bezug zu Indikatoren (Art. 11 - Reporting 2014)
  • 5.1.1 Phytoplankton
  • 10.1.1 Chlorophyll-Konzentration
  • 6.2.1 Phytoplankton (in taxonomischen Gruppen)
Monitoring-Programme (ehem. Sub-) (Nordsee)
  • Planktonblüten (Biomasse, Frequenz)
Ergänzende Angaben zum Sub-Programm -
Daten-Bereitstellung
Daten-Aggregationsstand
  • Andere (spezifizieren)
Ergänzende Angaben zum Daten-Aggregationsstand Die Daten werden primär auf Stationsbasis belassen und können seegebietsweise zusammengefasst werden.
Datenzugriff - Bereitstellung Bereitstellung der Daten in einem internationalem Daten-Center (z.B. RSC, ICES, EEA, EMODnet)
Datenzugriff - Bereitstellungs-Datum 01.01.2015
Datenzugriff - Datentyp
  • Daten-Produkte
Datenzugriff - Daten-Update-Frequenz unbekannt
Ergänzende Angaben zur Daten-Update-Frequenz -
Datenzugriff - INSPIRE-Standard
  • Umweltüberwachung
Datenzugriff - Rechte freier Zugriff
Link zu den Daten -
Ergänzende Angaben zum Daten-Zugriff -
Ergänzende Angaben zu den Daten -

3.3 Zusätzliche Parameter

Für die Bewertung und Interpretation der Messergebnisse werden folgende zusätzliche Parameter herangezogen:
  • Salzgehalt
  • gesamter organischer Kohlenstoff (TOC)
  • Gesamtphosphor (TP)
  • PO4
  • Gesamtstickstoff (TN)
  • partikulärer Stickstoff (PON)
  • NO2
  • NO3
  • NH4
  • SiO4
  • pH-Wert
  • Secchi-Tiefe
  • Sauerstoffgehalt
  • partikulärer organischer Phosphor (POP)
  • abfiltrierbare Stoffe (Schwebstoff)
  • Stoffeinträge (Flüsse, Atmosphäre)
  • Temperatur
  • Schichtungsverhältnisse (Temp., Salzgehalt)

4 - Bewertung

Bis zum 15. Oktober 2012 waren auf der Grundlage der Anfangsbewertung (Art. 8 MSRL) und der sogenannten Deskriptoren (Anhang I MSRL) erstmals Merkmale für den guten Umweltzustand (GES) der deutschen Meeresbereiche zu beschreiben (Art. 9 MSRL). Die Festlegung spezifischer Grenz- und Schwellenwerte bzw. anderer Quantifizierungen im Sinne eines GES für alle MSRL-Themen (Art. 10 MSRL) war zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich.

Die im Jahr 2014 übermittelten Überwachungsprogramme folgten der Struktur des mittlerweile abgelösten Beschlusses der Kommission (EU) 2010/477. Dieser wurde durch den Beschluss der Kommission (EU) 2017/848 ersetzt, welcher nun die Definitionen der einzelnen Bewertungskriterien und methodischen Standards nach Art. 9 MSRL nachvollziehbarer strukturiert und in seiner Terminologie den Vorgaben der MSRL entspricht.

Die Ergebnisse von Überprüfung und Aktualisierung der Bewertung des Zustandes, Beschreibung des guten Zustandes und Festlegung von Umweltzielen wurden 2018 an die EU-Kommission berichtet. Der Zustandsbericht von 2018 berücksichtigt bestehende Zustandsbewertungen anderer EG-Richtlinien wie z.B. WRRL, FFH-RL und VRL. Darüber hinaus wurden die Arbeiten der regionalen Meeresschutzübereinkommen für Nordsee und Ostsee (OSPAR und HELCOM) herangezogen.

  • Übersicht der Deskriptoren zur Festlegung des guten Umweltzustands (Anhang I MSRL):  hier
  • Übersicht der Bewertungskriterien für die Beschreibung eines guten Umweltzustandes:
  • Aktueller Entwicklungsstand von Indikatoren zur Bewertung des Zustands:  hier

In Kapitel 4 werden die Bewertungskriterien und -verfahren auf der Ebene von Messparametern und/oder Indikatoren und Zuordnung zu thematischen Bewertungen dargestellt.

 

 

 

 

 

4.1 Allgemeine Informationen zur Bewertung (Nord- und Ostsee)

MSRL Art. 9 "Guter Umweltzustand" (GES)
Richtlinie: Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie

4.2 Informationen zur Bewertung in der Nordsee bzw. nach OSPAR

Bewertungsverfahren - Phytoplankton - Küstengewässer
Autor:
Richtlinie: Wasserrahmenrichtlinie
Gewässer: Küstengewässer
Bemerkung:

Ein erster Ansatz zur Bewertung der biologischen Qualitätskomponente Phytoplankton gemäß WRRL, der neben den Chlorophyll-a Konzentrationen (Fühjahrsmittelwerte) auch das Gesamtbiovolumen, das Biovolumen der Biddulphiales sowie das Biovolumen einzelner Zeiger-Arten berücksichtigt (Dürselen et al. 2006) erwies sich im Praxistest in den letzten Jahren nur als eingeschränkt anwendbar. Dies ist auf die hohe Variabilität der Phytoplanktongemeinschaften zurückzuführen.

Die WRRL-Bewertung des ökologischen Zustands der Nordsee-Küstengewässer auf Grundlage der biologischen Qualitätskomponente Phytoplankton beruht daher derzeit auf den Chlorophyll-a Konzentrationen der Vegetationsperiode (90% Perzentile, siehe Tabelle 1) sowie der Blütenfrequenz der Schaumalge Phaeocystis sp. (siehe Tabelle 2). Es ist hierbei zu beachten, dass der Parameter "Phaeocystis-Blüten" nur zu einer Abwertung der anhand der Chlorophyll a Konzentrationen erhaltene Bewertung führen kann. Eine Verbesserung des Bewertungsergebnisses aufgrund einer nur schwach ausgeprägten Phaeocystis-Blüte ist von daher nicht möglich.

Tabelle 1: WRRL-Klassengrenzen für den Biomasse-Parameter Chlorophyll a [µg/L], Angabe als 90% Perzentile der Vegetationsperiode (März bis September). Die Referenzwerte beruhen auf den Berechnungen von Brockmann et al. 2007, 2010.

Da der Interkalibrierungsprozess noch nicht für alle Typen abgeschlossen ist, sind die in Tab. 1 genannten Klassengrenzen für die Typen N3 und N4 derzeit nur als nationale Grenzwerte zu verstehen. Die Werte für die Typen N1 und N2 wurden bereits interkalibriert.

Tabelle 2: Bewertung der Frequenz von Phaeocystis-Blüten mit Zellzahl >10^6/l.

Gebiet Typ Referenz Übergang guten Zustand (+50%) Übergang mäßigen Zustand (+50%) Inter- kalibriert Richt- linie
Watten- meer NEA 3/4 8,3 % 9 % 17 % Ja WRRL
Bewertungsverfahren - Phytoplankton - Übergangsgewässer
Autor:
Richtlinie: Wasserrahmenrichtlinie
Bemerkung: Die Übergangsgewässer sind durch hohe Schwebstoffkonzentrationen und hohe Salzgehaltsschwankungen gekennzeichnet, die die Wachstumsbedingungen für Phytoplankton verschlechtern. Aus diesen Gründen und nach dem bisherigen Kenntnisstand erscheint es nicht sinnvoll, den ökologischen Zustand des Übergangsgewässerbereiches Typ T1 mit Hilfe des Phytoplanktons zu überwachen." (ARGE Elbe, 2005 und Ad-hoc-AG Nährstoffe & Phytoplankton)

4.3 Informationen zur Bewertung in der Ostsee bzw. nach HELCOM

HELCOM - CORESET EUTRO (Bewertungstool HEAT)
Richtlinie: Helsinki-Übereinkommen
Bemerkung:

Die Strategie zur Gewässergüteeinschätzung unter HELCOM-HEAT besteht darin, einen "historischen" Referenzzustand zu definieren, der wieder erreicht werden sollte. Abweichungen bis zu 50 % von diesen Referenzwerten (bei den hier behandelten Phytoplankton-Parametern) würden noch einen guten (non-polluted) Zustand anzeigen.

Verschiedene HELCOM-Projekte, wie Ecological Quality Objectives (EcoQO), EUTRO und EUTRO-PRO, HELCOM CORESET EUTRO haben die Grundlagen für die Entwicklung eines HELCOM Eutrophication Assessment Tools (HEAT) entwickelt. Ein bis Frühjahr 2012 laufenden Projekt (TARGREV) überarbeitet momentan die Schwellenwerte für die Sichttiefe und Chlorophyll a.

Von HELCOM EUTRO-PRO wurden Daten und Hintergrundwerte zusammengestellt, die sich gegenwärtig in Revision durch das TARGREEV-Projekt befinden. Die für die deutschen äußeren Küstengewässer und offenen Seegewässer relevanten Phytoplanktondaten sind in Tabelle 5 dargestellt.

Tabelle 5:Mittlere Sommerwerte (Juni-September) von Sichttiefe und Chlorophyll-a-Konzentration (Oberflächenwasser) von den Jahren

2003-2007, sowie der für das entsprechende Seegebiet gültige Referenzwert (unveröff. nach HELCOM EUTRO-PRO).

  Sichttiefe (m) Chl. a-Konz. (µg/L)
  2003 - 2007 Referenzwert 2003 - 2007 Referenzwert
Pommersche Bucht 4.9 8.5 6.7 1.5
Arkonasee k.M.   2 1
Darß-Zingster Außenküste 4.7 9.7 1.9 1.3
Wismarbucht 3.5 9.7 5 1.3
Lübecker Bucht 5.9 9.5 2.2 1.2
Mecklenburger Bucht k.M.   2 1
Fehmarnbelt 5.5 9.5 1.8 1.2
Kieler Bucht SW 5.5 9.6 2 1.2
Kieler Bucht NW & Flensburger Bucht 6.2 9.7 2.2 1.2

k.M. = keine ausreichenden Messwerte

5 - Qualitätssicherung

Die am BLMP beteiligten Einrichtungen sind verpflichtet, in Eigenverantwortung Qualitätsmanagementsysteme in Anlehnung an die DIN EN ISO/IEC 17025 zu etablieren und aufrecht zu erhalten (ARGE BLMP-Beschluss 2006). Das beinhaltet die Durchführung sowohl interner als auch externer Qualitätssicherungsmaßnahmen zur Sicherstellung zuverlässiger und vergleichbarer Untersuchungsergebnisse. Dabei werden sie durch die Qualitätssicherungsstelle des BLMP am Umweltbundesamt ( QS-Stelle) unterstützt, die als unabhängige nicht direkt am Monitoring beteiligte Institution für die Koordinierung der Qualitätssicherungsmaßnahmen im Rahmen des BLMP zuständig ist. Die erforderlichen einrichtungsübergreifenden Abstimmungen erfolgen in der Arbeitsgruppe „Qualitätssicherung“ (AG QS), in der Experten aus Bund und Küstenländern vertreten sind. Durch enge Zusammenarbeit mit der AG ErBeM sowie deren Fach-Arbeitsgruppen ist die direkte Verbindung zu den messenden Einrichtungen gewährleistet.

Die QS-Stelle ist für die Erarbeitung von Handreichungen wie z.B. Leitlinien zur Methodenvalidierung und von Qualitätsmanagement-Musterdokumenten zuständig. Sie organisiert Workshops und führt Ringversuche zu den im Rahmen des BLMP eingesetzten Untersuchungsverfahren und Matrizes durch. Seit 2001 bietet die QS-Stelle den BLMP-Laboratorien auch die Durchführung externer Audits auf Grundlage der DIN EN ISO 17025 mit entsprechend geschultem Personal an.

 

Für externe QM-Maßnahmen werden Angebote folgender Anbieter genutzt:

  • QS-Stelle (des BLMP am UBA (Workshops, Ringversuche, erster Entwurf einer Artenliste, Normung bei DIN, CEN und ISO, Begleitung der Etablierung von QM-Systemen, Erstellung von Muster-SOPs, Durchführung von Audits))
  • EQAT (Phytoplankton, Angebote der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV) und der Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e.V. (ATT))
  • QUASIMEME (Ringversuchsanbieter: nur Chlorophyll a in Konz. < 5 µg/l)
  • HELCOM (PEG-Trainingskurse und Ringversuche)

5.1 Messende Einrichtungen

Bund/Länder* messende   Behörden
Bund  
Mecklenburg-Vorpommern StÄLU MV , LUNG MV
Niedersachsen NLWKN
Schleswig-Holstein LLUR SH
Sonstige AWI , IOW

* An der gemeinschaftlichen, föderalen Umsetzung der Aufgaben des Meeresschutzes sind folgende Ministerien von Bund und Küstenländern beteiligt:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen (SKUMS HB)
  • Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg (BUE HH)
  • Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern (LU MV)
  • Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU NI)
  • Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND SH)

5.2 Monitoring-Leitfäden

Folgende im Rahmen der europäischen Meeresschutzkonventionen von HELCOM und OSPAR erarbeiteten Leitlinien dienen als Grundlage für die Ausgestaltung und Qualitätssicherung des Messprogramms:
  • OSPAR, 2004: JAMP - Guidelines on quality assurance for biological monitoring in the OSPAR area.; ICES Techniques in Marine Environment Sciences; 32; 2004. Download
  • Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA): AQS-Merkblatt zu den Rahmenempfehlungen der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) für die Qualitätssicherung bei Wasser-, Abwasser, - und Schlammuntersuchungen, 2004: Kontrollkarten (A-2).
  • Wasserchemische Gesellschaft: Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung (DEV zur Wasseruntersuchung), 1997: 39. und 45. Lieferung Bd. I: - Strategien für die Wasseranalytik : Verfahrensentwicklung, Validierung und Qualitäts
  • HELCOM: COMBINE Manual, Annex C-6: Phytoplankton Species composition, abundance and biomass. Download
  • HELCOM: COMBINE Manual, Annex C-4: Phytoplankton chlorophyll a. Download
  • HELCOM: COMBINE Manual, Annex C-5: Phytoplankton primary production. Download
  • HELCOM: Checklist of Baltic Sea Phytoplankton Species. (Baltic Sea Environment Proceedings No. 95, 2004) Download
  • OSPAR, 1997: JAMP, ASMO - eutrophication monitoring guidelines - phytoplankton species composition. Download
  • OSPAR, 1997: JAMP, ASMO - eutrophication monitoring guidelines - chlorophyll a. Download

5.3 Normen

Die Anwendung validierter, d.h. für den vorgegebenen Zweck geeigneter Untersuchungsverfahren ist eine wesentliche Voraussetzung für die Qualitätssicherung in den messenden Einrichtungen. Auf folgende Normen, die regelmäßig überprüft und bei Bedarf dem aktuellen Stand der wissenschaftlich-technischen Entwicklung angepasst werden, wird zurückgegriffen:

5.4 Aktivitäten

Ringversuche

      • Staatliche Umweltbetriebsgesellschaft Neusörnewitz, 2008:
        "LÜRV B3 - Chlorophyll im Oberflächenwasser"; Anzahl der beteiligten Labore: 39, Bericht: 2008
      • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2007:
        UBA/HELCOM/BLMP-RV "Phytoplankton Analysis 2007"; Anzahl der beteiligten Labore: 25, Bericht: 2010
      • Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e.V., 2007:
        "Phytoplankton-Ringversuch"; Anzahl der beteiligten Labore: 64, Bericht: 2008
      • Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e.V., 2005:
        "Phytoplankton-Ringversuch"; Anzahl der beteiligten Labore: 21, Bericht: 2006
      • HELCOM, 2003:
        "PEG phytoplankton intercalibration"; Anzahl der beteiligten Labore: 18, Bericht: 2003
      • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA 2002:
        Ringversuch "Vergleichbarkeit von Chlorophyll-a-Bestimmungen mit verschiedenen Methoden"; Anzahl der beteiligten Labore: 11, Bericht: November 2002
      • QUASIMEME-Ringversuche "Chlorophyll a in Seewasser"; 2x jährlich
      • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA 2001:
        Ringversuch "Artbestimmung und Zählung einer natürlichen Phytoplanktonprobe aus der Nordsee"; Anzahl der beteiligten Labore: 12, Bericht: 2001
      • BEQUALM, 2001:
        "Phytoplankton assemblage analysis"; Anzahl der beteiligten Labore: 42, Bericht: 2001
      • BEQUALM, 2000:
        "Phytoplankton assemblage analysis"; Anzahl der beteiligten Labore: 40, Bericht: 2000
      • HELCOM, 2000:
        "PEG phytoplankton intercalibration" 2000; Anzahl der beteiligten Labore: 10, Bericht: 2000
      • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA,1999:
        Ringversuch "Artbestimmung 20 ausgewählter Arten aus der Nord- und Ostsee über Fotografien"; Anzahl der beteiligten Labore: 10, Bericht: 1999
      • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA,1999:
        Ringversuch "Artbestimmung und Zählung von 4 ausgewählten Arten aus Algenkulturen"; Anzahl der beteiligten Labore: 10, Bericht: 1999
      • HELCOM, 1990:
        Third Biological Intercalibration Workshop 1990, Visby; Anzahl der beteiligten Labore: 10, Bericht: 1991
      • HELCOM, 1982:
        Second Biological Intercalibration Workshop 1982, Rønne (DK); Anzahl der beteiligten Labore: 7, Bericht: 1982
      • HELCOM, 1979:
        Biological Workshop Baltic Marine Environment Protection Commission, Stralsund; Anzahl der beteiligten Labore: 11, Bericht: 1980

Workshops, Schulungen

    • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2007:
      Workshop "Bestimmung und Taxonomie mariner Diatomeen"
    • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2003:
      Workshop "Bestimmung und Taxonomie mariner Dinoflagellaten"
    • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2000:
      Workshop "Taxonomie der Cyanobacteria und coccalen Grünalgen und ihre Verbreitung in der Ostsee"
    • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 1998:
      Workshop "Kleine nackte Flagellaten"
    • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 1998:
      Workshop "Bearbeitung schwierig zu bestimmender Arten"
 

Handreichungen, Musterdokumente

Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über vorhandene QM-Dokumente und durchgeführte externe QM-Maßnahmen:
  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2009: Prüfverfahren-SOP: Phytoplankton, Version: 01 vom 15.10.2009. (im Mitgliederbereich)

  • Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA, 2008: Muster-Qualitätsmanagementhandbuch für Laboratorien des Bund/Länder-Messprogramms nach DIN EN ISO/IEC 17025, Version: 01 vom 01.02.2008, Umweltbundesamt.

5.5 QS - Art. 11 MSRL

Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Ausgabe dieses Inhaltselementes wird erst nach Abschluß der Überarbeitung aller Messprogramme wieder erfolgen.

5.6 Entwicklungsbedarf

Folgende Prüfverfahren-Muster-SOPs sind in Vorbereitung:

  • "Chlorophyll a-Bestimmung in Oberflächengewässern"

Das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO/IEC 17025 schließt folgende Punkte ein:

  • dokumentierte Validierung/Verifizierung der eingesetzten Untersuchungsmethoden zur Ermittlung der Verfahrenskenndaten,
  • kontinuierlicher Nachweis der verfahrensspezifischen Richtigkeit und Präzision, z.B. durch das Führen von Kontrollkarten und den Einsatz von (zertifizierten) Referenzmaterialien, soweit möglich,
  • die Qualifikation und regelmäßige Schulung des Personals bezüglich der eingesetzten Verfahren,
  • die regelmäßige Durchführung von internen und externen Audits,
  • die regelmäßige Teilnahme an nationalen und internationalen Laborvergleichen, Ringversuchen, Schulungen und Workshops sowie deren Auswertung.

Die Labore müssen die rechtzeitige und vollständige Übermittlung der Untersuchungsergebnisse an die MUDAB auf Basis der MUDAB-Datenformate, einschließlich der als Mindestmaß definierten QS-Angaben, die aber die internationalen Vorgaben (ICES) abdecken, gewährleisten.

Weitere Schritte ab 2015 sind:

  • Bereitstellung der einheitliche Artenliste einschließlich Synonymen über das QS-Informationsystem
  • Liste unabhängiger Experten für problematische Bestimmungsfälle
  • alternierend Workshops zu taxonomischen Fragestellungen, zur Methodik und zu Auswertungsverfahren (Gewährleistung einheitliche Qualitätsmindeststandards aller Labore) und Ringversuche, damit möglichst einmal pro Jahr eine Form der externen QS angeboten werden kann (hier sind internationale Workshops und Ringversuche zu berücksichtigen, die eine niedrigere Frequenz durch die UBA QS-Stelle möglich machen), die ausreichend und zeitnah zu dokumentieren sind

Da durch die QS-Stelle (biologischer Bereich) nicht jährlich Workshops und Ringversuche angeboten werden können, sollten regelmäßig bilateral und eigenständig Laborvergleichsanalysen zwischen den Laboren organisiert werden, deren Ergebnisse in der AG Qualitätssicherung beziehungsweise deren Unterarbeitsgruppen vorgestellt und diskutiert werden.

6 - Literatur

 
  • Brockmann, U., Topcu, D. & M. Schütt (2007) Assessment of the eutrophication status of the German Bight according to the OSPAR Comprehensive Procedure. OSPAR, ICG: COMP2:008Rev.1, ICG:COMP2:00109a-g, 54 pp, London, 2007
  • Sagert, S., Selig, U. & H. Schubert (2008) Phytoplanktonindikatoren zur ökologischen Klassifizierung der deutschen Küstengewässer der Ostsee. Rostocker Meeresbiol. Beitr 20: 45 - 69. Download
  • Wasmund, N., Göbel, J. & B. v. Bodungen (2008) 100-years-changes in the phytoplankton community of Kiel Bight (Baltic Sea). J. Mar. Syst.
  • CWSS (2009) Wadden Sea Quality Status Report. Wadden Sea Ecosystems No.25, Marencic, H. [Ed]. Common Wadden Sea Secretariat. Trilateral Monitoring and Assessment Group. Download
  • HELCOM (2006) Development of tools for assessment of eutrophication in the Baltic Sea. Baltic Sea Environment Proceedings No. 104 Download
  • HELCOM (2009) Eutrophication in the Baltic Sea - An integrated thematic assessment of the effects of nutrient enrichment and eutrophication in the Baltic Sea region. Baltic Sea Environment Proceedings No.115B. Download
  • HELCOM (2010) Getting the measure of eutrophication in the Baltic Sea: towards improved assessment principles and methods. Biogeochemistry, Band 6, Ausgabe 2, Seiten 137-156 Download
  • LUNG (2008) Gewässergütebericht Mecklenburg-Vorpommern (2003/2004/2005/2006). Landesamt Ergebnisse der Gewässerüberwachung der Fließ-, Stand- und Küstengewässer und des Grundwassers in Mecklenburg-Vorpommern. Hrsg. Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern. Download
  • NLWKN (2008) Deduction of natural background concentrations and thresholds for chlorophyll a in the German Bight for NEA 1/26c and NEA 3/4. internal Report NLWKN. 6 p. unpublished
  • NLWKN (2011) Multifaktorielles Bewertungssystem für Phytoplankton der deutschen Nordsee-Küstengewässer (EG-Wasserrahmenrichtlinie) – Klassengrenzen Biovolumen und Chlorophyll unter Berücksichtigung der Nährstoffflussfrachten –. Gutachten im Auftrag des NLWKN. Auftragnehmer: AquaEcology GmbH & Co. KG, Raabe, T., Dürselen, C.-D. In: Berichte des NLWKN 1/2011 Download
  • OSPAR (2005) Common Procedure for the Identification of the Eutrophication Status of the OSPAR Maritime Area. OSPAR, reference no. 2005-3, 36 pp
  • OSPAR (2009) Second OSPAR integrated report on the eutrophication status of the OSPAR maritime area. OSPAR, London, 372/2008, 107 pp. Download
  • UNESCO (2006) Conception and application of an eutrophication assessment for the German Bight in the frame of OSPAR and WFD. Projekt im Auftrag des Umweltbundesamts, FKZ 2001 25 218. Abschlussbericht, 148 pp.